
Die Biomedizinische Technik (BMT) ist ein außerordentlich vielfältiges Fachgebiet, das eine große Zahl von Fachbereichen, Fachdisziplinen und Innovationsthemen umspannt. Dazu kommen die "Grenzbereiche" der BMT, in denen eine starke Interaktion mit anderen Fachdisziplinen und Technologiefeldern stattfindet, wie z. B. der Biotechnologie oder der Mikrosystemtechnik.
Die klinischen Anwendungen, die aus der Biomedizinischen Technik hervorgehen, also medizintechnische Geräte, Systeme oder auch Verfahren, kommen in einem hoch regulierten Umfeld mit spezifischen Anwendungs- und Marktcharakteristika zum Einsatz. Im Vergleich zu anderen Industriezweigen ist die Innovationskette, beginnend bei Forschung und Entwicklung über die klinische Bewertung, Konformitätsbewertung und Erstattung bis hin zur Produktion und Vermarktung außerordentlich komplex.
Bei Medizinprodukten der höchsten Risikoklasse III bzw. bei aktiven Implantaten kann der Gesamtprozess von der angewandten Forschung bis hin zur Einführung in den geregelten Markt durchaus 10 Jahre betragen. Damit sind die Zeiträume der Medizinprodukteentwicklung mit denen der Arzneimittelentwicklung vergleichbar.
Ein wesentliches Ziel der Arbeit der DGBMT ist es, die Translation von FuE-Ergebnissen der Biomedizinischen Technik in die klinische Anwendung bzw. deren Transfer in die kommerzielle Anwendung zu beschleunigen. Der Vermittlung interdisziplinären Wissens entlang der Innovationskette kommt dabei eine herausragende Bedeutung zu.
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