Raceyard-Team der FH Kiel finanziert Projekt über Spenden 

Mit Elektro-Rennwagen an den Start 

 

Bericht und Foto:
Kieler Nachrichten am 29.12.2011 
Volker Rehbehn
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

Raceyard-Team der Fachhochschule finanziert Projekt über Spenden

Mit Elektro-Rennwagen an den Start

Die Zeit des konventionellen Antriebs ist vorbei. Das Raceyard-Team der Fach-
hochschule Kiel, das seit 2006 erfolgreich Rennwagen mit Verbrennungsmotoren
entwickelt und gebaut hat, setzt zukünftig voll auf die Konstruktion von Elektro-
motoren. Im Juni 2012 soll erstmals ein Auto der "T-Kiel A"- Serie bei einem
Rennen starten.

 
 

„Wir wollen bei der Entwicklung von e-Mobility vorne dabei sein", sagt Stephan Weis, im Raceyard-Team für die Finanzierung zuständig. Elektromobiltät sei eine der wichtigsten Antworten auf die Fragen zum Thema Energie und Mobilität der Zukunft. Daher habe sich das ausschließlich von 55 Studierenden organisierte Team für die Neuausrichtung entschieden. Ziel sei es, konkurrenzfähig zu bleiben, um mit dem neuen Rennwagen bei den internationalen Wettbewerben der Klasse „Formula Student Electric" weiter gut abzuschneiden. Mit ihrem einsitzigen Formelrennwagen haben die Studierenden in den vergangenen Jahren stets gute Platzierungen erreicht.

Allerdings muss das Team jetzt Neuland betreten. Und das kostet Geld. Klar ist, dass der Prototyp eines Wagens wohl deutlich über 100000 Euro liegen wird. Finanzieren müssen die Studierenden ihr Projekt ausschließlich aus Spenden. Zwei größere Summen konnten sie jetzt verbuchen. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) steuerten jeweils 5000 Euro zu. Die FH gab 10000 Euro dazu. „Wir möchten den Nachwuchs in den Ingenieurberufen fördern", begründete Dirk Sasson, Vorsitzender der VDE-Region Nord, das Engagement seines Verbandes. Hans Janisch, 2. Vorsitzender des VDI Schleswig-Holstein, unterstrich, der Wandel hin zur Elektromobilität sei für die deutsche Industrie lebenswichtig. Prof. Michael Klausner wies auf den interdisziplinären Charakter des Projekts hin: „Ich wäre froh, wenn wir mehr so realistische Projekte auf die Beine stellen könnten"
(Infos unter
www.raceyard.de).