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Assistenzsysteme im Dienste des Menschen –
zuhause und unterwegs
Wir brauchen innovative Strategien, um den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können. Eine wachsende Anzahl älterer und hoch betagter Menschen, die selbständig in der Wohnung leben, berufstätige Erwachsene, die sich sowohl um ihre Kinder als auch um unterstützungsbedürftige ältere Angehörige kümmern sollen, ganze Regionen mit Bevölkerungsschrumpfung und Ausdünnung von Infrastruktureinrichtungen wie Einkaufsmöglichkeiten, Öffentlicher Nahverkehr und Ärzteversorgung – intelligente technische Lösungen können hier gegensteuern, Unterversorgung abfedern, Barrieren überbrücken helfen und zu einer deutlich besseren Lebensqualität beitragen. Das Forschungs- und Anwendungsgebiet „Ambient Assisted Living“ (AAL) nutzt dabei Komponenten aus der Elektronik, Mikrosystem- und Informationstechnik in Kombination mit Dienstleitungsangeboten, um Menschen in ihrer individuellen Lebenswelt zu unterstützen. Neben Lösungen für das häusliche Umfeld soll eine Ausweitung der Ansätze auf die gesamte Lebenswelt der Nutzer in den Fokus des Kongresses rücken.
Ein Kongress für alle Interessengruppen
Der 3. Deutsche AAL-Kongress lädt wieder Forscher, Entwickler, Hersteller, Dienstleister, Betreiber und Anwender zu einem intensiven Meinungs-, Informations- und Wissensaustausch in Vorträgen und Workshops ein. Die Beiträge werden drei Schwerpunkte haben:
AAL-Lösungen in der praktischen Anwendung: Durch die ganzheitliche Darstellung bereits in der Praxis befindlicher Lösungen sollen zukünftigen Betreibern und Anwendern bspw. aus der Pflege oder Wohnungswirtschaft die Konzepte, Probleme bei der Umsetzung und Geschäftsmodelle nähergebracht werden.
AAL-Technologien für konkrete Situationen und konkrete Fragestellungen: Innovative Technologien für spezifische Situationen und Fragestellungen (z.B. Aktivitätstracking, Sturzprophylaxe) sollen Entwicklern von Produkten vorgestellt, deren Potenziale aufgezeigt sowie Entscheidungshilfen gegeben werden.
Wissenschaftliche Aspekte von AAL-Technologien: Wissenschaftliche Fragestellungen und Lösungsansätze sollen Impulse zu neuartigen AAL-Technologien und -Lösungen geben.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.
Für das Programmkomitee
Armin Hartmann
Reiner Wichert
Udo Gaden
Themenbereiche für Einreichungen (jeweils im AAL-Kontext)
1. Gesundheit, Pflege, HomeCare
Monitoring; Telemonitoring, Vitaldatenerfassung, Prävention, Telemedizinische Anwendungen, elektronische Patientenakte und private Gesundheitsakte, Unterstützung der hausärztlichen Versorgung und Pflegedienste, Unterstützung von Mobilität, Telerehabilitation, Mobile Systeme und deren Vernetzung mit den Versorgungsakteuren
2. Soziales Umfeld und Interaktion
Serious Gaming (Spiele mit ernsthaftem Zusatznutzen), Seniorenspiele, Lebenslanges Lernen, Online-Communities (Netzwerkbildung über das Internet), Anregung, Kommunikation, Teilhabe
3. Technische Infrastrukturen und Basistechnologien
Ambient Intelligence, Pervasive Computing, Wired und Wireless Communications, Body Area Networks, Umgebungssensorik, Lokalisierung, Sensor Fusion, Wissensrepräsentation und Wissensverarbeitung in lernfähigen Assistenzsystemen, Wissensrepräsentation und Wissensverarbeitung in technischen Systemen, Reasoning, humanzentrierte Systeme, Systemarchitekturen, Kontext- und Aktivitätserkennung und Intentionserkennung, Mensch-Maschine-Schnittstellen, Mensch-System-Interaktion, Wearable Computing, Mobile Computing, Multimedia, Video/-Breitband, Voice over IP, Internet, Interoperabilität, Robotik, Robuste Vitaldatenerfassung, Internet Technologien, Web 2.0, Multimedia, Video/Breitband
4. Nutzer, Datenschutz, Recht und Haftung
Technikakzeptanz, Technikerfahrung und -kompetenz, Barrieren, Präferenzen, Bedarfe einzelner Bevölkerungsgruppen, Techniknutzung und soziale Ungleichheit, Soziale, psychische und ökonomische Voraussetzungen und Konsequenzen, Komfort, Sicherheit, Ethik, Informationelle Selbstbestimmung, rechtliche Fragestellungen, Interessenskonflikte, Haftung, MPG
5. Normung, Standardisierung und Interoperabilität
Stand der Normung, Normungskonzepte, Terminologie, Ontologie, Ergonomie, Barrierefreiheit, Design, Mensch-Maschine-Schnittstelle
Tagungsleitung
Hans Albert Aukes, Telekom AG, Berlin
Dieter Czogalla, Sozialwerk St. Georg e.V., Gelsenkirchen
Carmen Gehring, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bonn
Helmut Klausing, VDE e.V., Frankfurt/Main
Dieter Rombach, Fraunhofer IESE, Kaiserslautern
Programmkomitee
Armin Hartmann, HARTMANN REAL ESTATE, Bochum (Leitung)
Reiner Wichert, FhG-IGD, Darmstadt (stellv.)
Udo Gaden, ambient assisted living GmbH, Gelsenkirchen (stellv.)
Thomas Bock, Technische Universität München
Eckhard Bollow, Universität Lüneburg
Günter Braun, HCS Consultants GmbH, München
Jürgen Brehm, Universität Hannover
Matthias Brucke, OFFIS e.V., Oldenburg
Wolfgang Deiters, FhG-ISST, Dortmund
Petra Friedrich, Technische Universität München
Wolfgang Friesdorf, Technische Universität Berlin
Rainer Günzler, HSG-IMIT, Villingen-Schwenningen
Sabine Häring, Miele & Cie. KG, Gütersloh
Reinhold Haux, Universität Braunschweig
Andreas Hein, Universität Oldenburg
Stefan Heusinger, DKE, Frankfurt
Heinrich Körtke, HDZ NRW, Bad Oeynhausen
Benno Kotterba, md-pro GmbH, Karlsruhe
Wolfgang Langguth, HTW des Saarlandes, Saarbrücken
Paul Lukowicz, Universität Passau
Johannes Magin, Katholische Jugendfürsorge, Regensburg
Sibiylle Meyer, SIBIS, Berlin
Wolfgang Meyer, Sozialwerk St. Georg e. V., Gelsenkirchen
Heidrun Mollenkopf, BAGSO und Demenz-Support
Lothar Mühlbach, Heinrich-Hertz-Institut, Berlin
Herbert Plischke, Ludwig-Maximilian-Universität München
Robert Setz, Dr. Hein GmbH, Nürnberg
Gudrun Stockmanns, FhG-IMS, Duisburg
Claus Wedemeier, GdW, Berlin
Ralph Welge, Universität Lüneburg
Volker Wittpahl, Ingenieurs- und Innovationsbüro, Oldenburg
Anton Zahneisen, Sophia Consulting GmbH, Bamberg
Termine
Einsendeschluss für Abstracts: 01.08.2009
Benachrichtigung der Autoren: 28.09.2009
Abgabe der angenommene Beiträge: 30.10.2009