- Normungsbedarf vor allem in der Informationstechnik
- Nachfrage nach Normen für Regenerative Energien legt am stärksten zu
- Internationale Normung bleibt entscheidend für den Welthandel
Industrie, Hochschulen und Forschungsinstitute sind sich einig: Die Mitarbeit in internationalen Normungsgremien ist für die deutschen technologiepolitischen Interessen essenziell. Das zeigt der aktuelle VDE-Innovationsmonitor, eine Umfrage unter den 1.250 VDE-Mitgliedsunternehmen sowie Hochschulen und Forschungsinstituten. 99 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu, 6 Prozent mehr als vor zwei Jahren.
Bevorzugten Normungsbedarf sehen die Experten in der Informationstechnik (55 Prozent), gefolgt von Regenerativen Energien, die mit 46 Prozent Zustimmung gegenüber 2006 (29 Prozent) die größte Veränderung im Normungsbedarf aufweisen. Auch der Bereich „Smart Home“ behauptet sich mit 35 Prozent gegenüber 2006 etwas stärker. Weitere Bereiche mit starkem Normungsbedarf sind die Automobilelektronik (22 Prozent) und die Nanotechnologie (16 Prozent). In der Nanotechnologie-Normung geben die VDE/DKE-Normungsexperten international entscheidende Impulse.
Bei der Frage „Sind Normen eine wichtige Voraussetzung für Innovationen?“ sind die Experten nach wie vor gespalten. Ebenso wie vor zwei Jahren stimmten mit 55 Prozent etwas über die Hälfte der Befragten dieser Aussage zu. Dabei liegt die Zustimmung bei Einrichtungen der Forschung und Lehre etwas höher als in der Industrie. Unverändert einhellig sind die VDE-Experten aber der Meinung, dass international harmonisierte Normen entscheidend für den Welthandel sind. Diese Ansicht vertreten 97 Prozent der Befragten.