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E-Mobility 

VDE fördert Wissenstransfer in der Elektromobilität 

Verband stellt ersten „Wegweiser Elektromobilität“ in Bonn vor.

17.06.2010 

Damit Deutschland eine Führungsposition in der Elektromobilität einnehmen kann, muss das Forschungs- und Entwicklungspotenzial der Automobil- und Elektrobranche vernetzt werden. Dazu hat der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft jetzt den ersten „Wegweiser Elektromobilität“ veröffentlicht. Die Publikation beinhaltet Basisinformationen zu 150 nationalen und internationalen Projekten zur Elektromobilität. „Das Wissen um geförderte Projekte und ihre Projektergebnisse hilft die eigene Innovationstätigkeit zu sichern, fördert vorwettbewerblichen Wissenstransfer und ermöglicht die Nutzung von Synergien“, so die Mitherausgeber der Publikation Ludwig Karg von B.A.U.M. und Dr. Thomas Becks, Leiter Technik und Innovation im VDE.

Der „Wegweiser Elektromobilität“ bietet einen aktuellen Überblick über derzeit laufende, öffentlich-geförderte Forschungsprojekte und Modellregionen. Forschungsaspekte aus der Fahrzeug- und Batterietechnik, die Einbindung von Elektrofahrzeugen in eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und die Erprobung von Fahrzeugen in Feldversuchen und Modellregionen stehen dabei im Fokus. Neben der Übersicht über aktuelle Projekte diskutieren Experten in dem Wegweiser unter anderem die Rolle der Elektrofahrzeuge als Dienstleister für erneuerbaren Energien, die technische Sicherheit von E-Mobility und Forschungsförderungen.

Die Elektromobilität besitzt das Potenzial gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen, lautet ein Ergebnis der Publikation: Die Geräuscharmut von Elektroautos und die Einsparung von CO2 ermöglichen trotz Bevölkerungswachstum hohe Lebensqualität in Megastädten. Durch die verändernde Fahrzeugnutzung werden sich neue Mobilitätskonzepte wie Car-Sharing durchsetzen. Diese Zukunftsvisionen setzten allerdings eine Vernetzung der Elektro- und Automobilbranche voraus. Etwa 70 Prozent der Wertschöpfung bei Elektrofahrzeugen im Individualverkehr werden durch Batterien, elektrische Antriebssysteme sowie weiterer elektrischer Komponenten und Systeme entstehen, so Branchenexperten. Dies erfordert eine enge Kooperation der deutschen Automobilbranche mit Unternehmen der Elektro- und Informationstechnik. Der „Wegweiser Elektromobilität“ soll den Wissenstransfer zwischen den beteiligten Unternehmen unterstützen.

Der Branchenaustausch steht auch auf dem VDE-Kongress „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ am 8. und 9. November 2010 in Leipzig im Vordergrund. Über 1.500 Experten der Elektro- und Automobilbranche, Wissenschaft und Politik verfolgen mehr als 150 Fachbeiträge. Sie diskutieren die Themen Fahrzeugtechnik, Infrastruktur, Netzintegration und intelligente Fahrzeugkommunikation. Die Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie Wirtschaft und Technologie sind die Schirmherren der Veranstaltung. Als Keynote-Speaker treten Forschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und VDA-Präsident Matthias Wissmann auf. Begleitet wird der Kongress von einer Technologieausstellung zu neusten Entwicklungen und Dienstleistungen sowie einem „e-studentday“ am 08. November, der über die beruflichen Perspektiven in der Elektromobilität informiert. Beim Zukunftsforum im Rahmen des Kongresses bewerten Experten aus Industrie und Wissenschaft die Potenziale der E-Mobility über das Jahr 2020 hinaus.

Zusätzliche Informationen: Der „Wegweiser Elektromobilität“ mit Basisinformationen zu 150 nationalen und internationalen Projekten zur Elektromobilität erscheint im VDE-Verlag (www.vde-verlag.de).

Kontakt

Pressesprecherin
Melanie Mora
Tel. 069 6308-461
melanie.mora@vde.com