Sehr geehrte Damen und Herren,
zum siebten Mal findet in Verbindung mit dem jährlichen Kongress der DGE-BV ein Symposium
der Veranstaltungsreihe "Krankenhaus der Zukunft" statt, zu dem wir Sie herzlich einladen.
Das Symposium wird gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik
im VDE (DGBMT), der Fraunhofer Gesellschaft (FhG) und von der Society for Medical Inovation
and Technology (SMIT) veranstaltet, um den Dialog zwischen technischen Entwicklern und klinischen Anwendern zu fördern. Thema des diesjährigen Seminars ist:
Theragnostik im Operationssaal - Closed Loop Diagnostics & Surgery
am Mittwoch, 16. März 2011, 10 - 18 Uhr, im The Westin Grand München
Das Wissen über die physiologischen Vorgänge im menschlichen Körper wächst rapide und damit
auch die Anforderungen an die kognitiven Fähigkeiten der Chirurgen, Endoskopiker oder interventionellen Radiologen. Organische Strukturen und deren Zustände müssen zu jedem Zeitpunkt eines Eingriffs mit höchster Präzision erkannt und entsprechend behandelt werden. Doch schon heute stößt das Potenzial zur Verarbeitung und Nutzung verfügbarer medizinischer Informationen während einer Operation an Grenzen.
Eine Möglichkeit zum Ausgleich dieses Missverhältnisses ist die geeignete Erfassung, Selektion und Präsentation medizinischer Signale und Informationen in Abhängigkeit der aktuellen Erfordernisse.
Der Einsatz technischer Hilfsmittel, die in einem geschlossenen Regelkreis ("Closed Loop") diagnostische Informationen und therapeutische Maßnahmen im Sinne einer Theragnostik eng miteinander verknüpfen, kann zu einer erheblichen Steigerung von Qualität und Effektivität eines Ein-
griffs führen. In Ansätzen wird dieses Konzept bereits heute bei der bildgeführten Intervention entwickelt und zur Anwendung gebracht.
Bei der Vielzahl der diagnostischen Informationen und den daraus abzuleitenden interventionellen Maßnahmen wird der Chirurg als so genannter „Human-in-the-Loop“ jedoch zunehmend belastet.
Vor diesem Hintergrund wäre eine möglichst automatisierte Kopplung diagnostischer Funktionen mit den korrespondierenden therapeutischen Maßnahmen wünschenswert. Zu beachten ist jedoch, dass viele Fähigkeiten des Chirurgen in absehbarer Zeit nicht durch technische Lösungen ersetzt werden können.
Ein aktuelles Beispiel der „Closed Loop Surgery“ ist die Anwendung von hoch fokussiertem Ultraschall („High-Intensity Focused Ultrasound, HIFU“) unter Kontrolle durch Magnetresonanztomographie („MR Guided Focussed Ultrasound Surgery, MRgFUS“). Aktuelle Ergebnisse der klinischen Anwendung -
auch mit Blick auf die zukünftigen Entwicklungen der MRgFUS induzierten Medikamentenapplikation („Targeted Drug Delivery“) - werden im Symposium aufgezeigt.
Ziel des Symposiums ist es, den Stand der Technik theragnostischer Regelkreise im Operationssaal
zu bestimmen und einen realistischen Bezug der technischen Möglichkeiten zur klinischen Machbarkeit herzustellen. Für die Definition und Entwicklung technischer Lösungen, die diesen „Closed Loop“-Gedanken aufgreifen, kommt der engen interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Ingenieuren eine überragende Bedeutung zu. Mit diesem Symposium soll dazu ein wichtiger Beitrag geleistet werden.
Weitere Informationen sowie den vorläufige Programmflyer finden Sie hier.
Wir freuen uns auf Sie in München!
Ihr Organisations-Team