2007-Oeffentlich 

Telemonitoring in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen 

jetzt erhältlich: VDE Thesen und Positionspapier zum Anwendungsfeld Telemonioring

Frankfurt 

 

TeleMonitoring in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist technisch gelöst.
Es bringt dem Nutzer/Patienten zahlreiche medizinische Vorteile, erleichtert sein Leben fühlbar und ist für Anwender, Kostenträger und Gesellschaft nachweisbar ökonomisch sinnvoll.

Derzeit leiden ca. 1,8 Millionen Deutsche an chronischer Herzinsuffizienz, jährlich kommen bis zu 300.000 Patienten hinzu. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führten im Jahr 2004 in Deutschland zu 368.472 (=45 %) Todesfällen. 

Wissensvorsprung durch detaillierte Informationen im

  • VDE-Thesenpapier
  • VDE Positionspapier

Die VDE-Initiative Mikromedizin will helfen
die Mögichkeiten von Telemonitoring-Systemen für die Prävention   

  • objektiv darzustellen
  • Akzeptanz zu schaffen und
  • Innovationsbarrieren abzubauen

Innovative Telemedizin leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und führt gleichzeitig zu signifikant niedrigeren Kosten im Gesundheitswesen. „Einsparungen von bis 30 Prozent sind möglich, ohne das die Qualität der Versorgung leidet“, sagte Professor Harald Korb von der VDE-Initiative MikroMedizin und Direktor der Personal HealthCare-Telemedicine Services GmbH aus Anlass der Vorstellung der VDE-Thesen zum Anwendungsfeld TeleMonitoring.

Der VDE geht davon aus, dass auch angesichts der abnehmenden Zahl von Hausärzten Telemedizin künftig an Bedeutung gewinnen wird. Deutschland ist weltweit führend in dieser Technologie.

Wie können TeleMonitoring-Systeme erfolgreich und für alle Beteiligten Vorteile bringend eingeführt werden?

Kernaussagen des VDE-Thesenpapiers:

  • Telemedizinische Systeme verhelfen in erster Linie chronisch Kranken zu mehr Sicherheit und Lebensqualität, Diagnose wie Behandlung werden optimiert.
  • Der oft lebensrettende schnelle Kontakt zwischen Arzt und Patient wird beschleunigt. Telemedizin erfordert neue übergreifende Strukturen, um die integrierte Versorgung der Patienten zu gewährleisten.
  • Anwendung und Qualitätskontrolle müssen zuverlässig funktionieren.
  • Die möglichen Einsparungen resultieren nach Angaben der Initiative MikroMedizin überwiegend aus effizienteren Abläufen und einer verbesserten Prävention.

Das BMBF fördert seit dem 1.11.2005 im Themenschwerpunkt „Präventive MikroMedizin“ acht industrielle Verbundprojekte und ein Begleitprojekt.


Kernaussagen des VDE-Positionspapiers:


 

Zusammenfassende Thesen

Durch die Anwendung telemedizinischer Systeme

  • werden Sicherheit, Mobilität, Lebensqualität und individueller Gesundheitszustand der betreuten Personen stabilisiert und optimiert.
  • wird die Effektivität der medizinischen Versorgung über eine Verbesserung der Diagnostik und über die Koordination von Behandlungsstrategien optimiert.
  • werden die Kosten im Gesundheitswesen über eine z. B. Verminderung von Notarzt- einsätzen, Arztkontakten und stationären Krankenhausaufenthalten reduziert.
  • wird der Informationsfluss zwischen betreuter Person, Krankenhaus, niedergelassenen Arzt und weiteren Partnern im Gesundheitswesen verbessert und beschleunigt.
  • werden Abläufe bei Modellen der integrierten Versorgung über vordefinierte Prozesse und Behandlungspfade standardisiert und damit verbessert.
  • werden die Datenqualität, -quantität und -transparenz erhöht und Daten stehen für die weitere Forschung und Entwicklung in der Medizin zur Verfügung.
  • wird der Wirtschaftsstandort Deutschland im Bereich innovativer medizinischer Mikrosysteme, z. B. im Bereich der energieautarken Sensoren, gefördert und weiter ausgebaut.
  • wird die Akzeptanz für innovative Medizinprodukte mit der Möglichkeit neue Produkte
    erfolgreich auf dem Markt zu etablieren erhöht und schafft damit neue Arbeitsplätze.
  • wird ein wesentlicher Beitrag zur Lösung der gesundheitspolitischen Herausforderungen geleistet, die durch die demographische Entwicklung entstehen werden.
  • ergeben sich weitere Anwendungsszenarien für den UMTS1-Standard.
  • wird eine sinnvolle Verbindung zur elektronischen Gesundheitskarte (1) und zum Heilberufsausweis geschaffen.
  • wird bei der Behandlung der Herzinsuffizienz eine Kostensenkung von mindestens 30 % gegenüber Standardbehandlungsverfahren erzielt.

Damit sind alle Voraussetzungen und Anreize geschaffen, die Anwendung telemedizinischer Systeme im Gesundheitswesen umzusetzen. Auf Grund der hohen Bedeutung für die Gesundheitswirtschaft ist eine weitere deutliche Unterstützung durch die Gesundheitspolitik unabdingbar.

 

Kontakt

VDE-Thesenpapier
47 Seiten, DIN A4 Broschüre
VDE, Frankfurt/Main, November 2005
ISBN 3-00-017980-1
Preis 25,00 / 80,00 Euro

VDE-Positionspapier
32 Seiten, DIN A4 Broschüre
VDE, Frankfurt/Main, März 2006
kostenfrei

Herausgeber/Bezugsquelle
VDE Initiative MikroMedizin
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 63 08-3 48
Telefax: 069 - 96 31 52-19
http://www.vde-mikromedizin.de
E-Mail: dgbmt-imm@vde.com

 


 

Kontakt

Die VDE Initiative Mikromedizin bietet zahlreiche Veranstaltungen zum Thema TeleMonitoring an.

im Mai