Etwa 10% der Bevölkerung in Industriestaaten hat Hörprobleme, die sich zumeist mit externen Hörgeräten beheben lassen. Bei 1% der Bevölkerung zeigt diese Methode leider schlechte Ergebnisse. Wenn der Hörnerv noch intakt ist, können in diesen Fällen Cochlea-Implantate helfen. 1978 kamen die ersten Cochlea-Implantate auf den Markt. Ende 1999 waren weltweit 25.000 Stück implantiert, bei einer jährlichen Wachstumsrate von ca. 6.000 Geräten. Im Gegensatz zum Herzschrittmacher liegen Mikrofon und Sprachprozessoreinheit bei Cochlea-Implantaten außerhalb des Körpers. Grund ist der hohe Energieverbrauch des Mikroprozessors, der komplexe Rechnungen durchführen muss. Das eigentliche Implantat darf nicht zu groß sein, da es im Knochen hinter dem Ohr implantiert und über eine Elektrode mit dem Hörnerv verbunden wird. Kleinste Implantate mit den Abmaßen 18 x 16 x 2 mm sind verfügbar. Obwohl die technische Lösung gut funktioniert, wächst der Markt nur langsam. Die Operationstechnik ist sehr kompliziert und das Neu-/Wiedererlernen des Hörens erfordert eine langwierige Rehabilitation des Patienten. |