Biotechnologie ist ein weltweit dynamischer, innovativer und schnell wachsender Markt: Viele chemische Produkte und pharmazeutische Verfahren, Produktionsprozesse, moderne Therapie- und Testformen oder Umwelttechnologien sind ohne gen- oder biotechnologische Methoden undenkbar geworden. Im Pharmabereich sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Gentechnik besonders deutlich spürbar. Analysten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren gentechnisch hergestellte Produkte etwa 20 bis 25 Prozent des gesamten Pharmamarktes ausmachen. Der Fortschritt in der Biotechnologie ist nur durch die Nutzung verschiedener Technologien möglich. Beispiel Biochips, die die schnelle Bestimmung von DNA-Sequenzen ermöglichen. Mit Hilfe von optischen Lesegeräten können innerhalb weniger Minuten 1.000 Sequenzen gleichzeitig analysiert werden. Auf Biochips werden heute zehntausende DNS-Abschnitte als Sensoren angebracht. Die Chips können zur preiswerten Diagnose bestimmter genetischer Dispositionen und Erbkrankheiten eingesetzt werden. Entsprechende Chips für die pränatale Diagnostik sind bereits in der Entwicklung. Wissenschaftler hoffen mit den Werkzeugen der Mikro- und Nanotechnik in Zukunft auch aktiv in der Welt der Erbmoleküle arbeiten zu können. Die Vision: Mit Hilfe von nur molekülgroßen Scheren werden defekte Abschnitte der DNS herausgeschnitten und durch die korrekten Bausteine ersetzt. Schwedischen Wissenschaftlern ist es bereits gelungen, winzige Greifarme zu konstruieren, die gezielt einzelne Zellen oder Bakterien packen können und auch in Blut funktionsfähig sind. |