| Das Durchschnittsalter der Menschen steigt ständig. Die Krankheitsfälle nehmen im Alter zu und der Pflegebedarf steigt an. Gleichzeitig existiert der Wunsch nach Beschränkung der Kosten für das Gesundheitswesen und der Wunsch von Patienten, zu Hause gepflegt zu werden. Neue Technologien helfen hier bei der Realisierung sicherer Homecare-Maßnahmen. Im Jahre 1999 wurden weltweit 9 Mrd. Euro für Produkte im Homecare-Markt umgesetzt. Erwartet wird eine Verdoppelung dieses Wertes bis 2010. |
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| Viele der zuvor genannten Geräte, Systeme und Verfahren sind für die Pflege zu Hause sinnvoll einsetzbar. In ersten Feldversuchen wurden bereits große Erfolge erzielt. So wurden in den USA tragbare Überwachungsgeräte entwickelt, die Babys im Mutterleib überwachen. Die Rate der Frühgeburten konnte damit um 41% und die Rate der Einweisungen auf Intensivpflegestationen für Frühgeborene um 50% gesenkt werden. |
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| Von einem deutschen Unternehmen wurde ein Gerät zur Überwachung von Abstoßungsreaktionen nach Herztransplantationen entwickelt. Das Gerät wird dem Patienten zusammen mit dem neuen Herzen implantiert; es misst EKG, die Impedanz des Herzmuskels und die Bewegung der Ventrikel. Diese Messwerte werden per Transponder an ein Relaisgerät am Bett gesendet und von dort per Telefon an eine zentrale Datenbank weitergeleitet. Durch den Einsatz dieses Gerätes konnte die Zahl der Todesfälle durch Abstoßung des Organs von 6% auf 0,55% verringert werden. |
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| In den USA wurde ein intelligenter, computergesteuerter, nur 2 kg schwerer Defibrillator entwickelt, der für den Einsatz in öffentlichen Gebäuden, Firmen, Zügen, Flugzeugen und bei Risikopatienten vorgesehen ist. Bei plötzlichem Eintritt von Herzinfarkten mit Herzstillstand kann das autonom arbeitende Gerät von Laien angewendet werden. Experten haben hochgerechnet, dass allein in USA damit pro Jahr 100.000 Menschenleben gerettet werden könnten. |
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