Innovationen in der Medizintechnik 

Trends der Biomedizinischen Technik 

Informations- und Kommunikationstechnik

Frankfurt 

Alle notwendigen Hard- und Softwarekomponenten für den umfassenden Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik sind vorhanden. Trotzdem weist das Gesundheitswesen einen Rückstand von 5 bis 10 Jahren gegenüber anderen Branchen auf.
Die Ursachen sind vielfältig und sollen am Beispiel der seit längere Zeit diskutierten elektronischen Patientenakte aufgezeigt werden. Sie dient dazu, verteilte Datenbestände eines Patienten, die auf unterschiedliche Medien verteilt sind, logisch (nicht physikalisch) zusammenzufügen. Diese Daten können zur Diagnoseunterstützung und Therapieplanung eingesetzt werden. In den zurückliegenden Jahren sind unterschiedliche Systeme entwickelt worden, die aufgrund fehlender Standardisierung zumindest teilweise inkompatibel geblieben sind.
Die Daten müssen zeitnah, korrekt und idealerweise vom behandelnden Arzt erfasst werden. Die Kostenträger sehen momentan für diesen arbeitsintensiven Vorgang kein Budget vor, da erste Systeme erst in der Pilotphase sind. Vor allem ältere Ärzte reagieren zudem vielfach skeptisch auf den Einsatz moderner Datenverarbeitung. Sie verhalten sich damit ähnlich wie ihre Altersgruppe in der Gesamtbevölkerung. Auch von vielen Patienten gibt es Einwände. Sie befürchten eine zu große Transparenz ihrer Daten und mangelnden Datenschutz.
Das Beispiel elektronische Patientenakte zeigt, dass Technologien mitunter verzögert eingesetzt werden. Alle beteiligten Gruppen sehen den Einsatz grundsätzlich als wichtig und sinnvoll an, haben aber Argumente gegen einzelne Punkte. In vielen Fällen beruhen diese Argumente auf einem unzureichenden Kenntnisstand.