An vielen Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland werden zurzeit neue Studiengänge in den Bereichen Biomedizinische Technik (BMT), Klinik-Ingenieurwesen oder ähnliches eingerichtet. Alle neuen Bachelor-und Masterstudiengänge müssen akkreditiert werden.
Dies haben die unter dem Dach des
- DVMT Dachverband Medizinische Technik zusammengeschlossenen Organisationen
- Arbeitskreis Technik in der Medizin
- DGBMT Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE
- fbmt Fachverband Biomedizinische Technik
zum Anlass genommen, Rahmenrichtlinien vorzuschlagen, die den Akkreditierungsagenturen bei der Akkreditierung dienen können.
20 Seiten, DIN A4 Broschüre
VDE, Frankfurt/Main, Juli 2005
DGBMT-Arbeitskreis "Ausbildung, Weiterbildung, Akkreditierung, Zertifizierung (AWAZ)"
Projektleitung: Prof. Dr. Olaf Dössel, Uni (TH) Karlsruhe
Aus dem Inhalt
Durch die Umstellung des deutschen Hochschulsystems auf Bachelor- und Masterstudiengänge und die damit angestrebte gegenseitige nationale und internationale Anerkennung von Studienabschlüssen müssen neue Studiengänge akkreditiert werden. Daneben gibt es bereits viele Studiengänge in den genannten Fachgebieten. Es ist zu erwarten, dass auch diese Studiengänge in den nächsten Jahren akkreditiert werden. Eine Übersicht zeigt die Anlage "Studiengänge in der Medizintechnik in Deutschland".
Als Folge dieser Entwicklung haben sich in Deutschlang Akkreditierungsagenturen gegründet. Diese verfügen oftmals nicht über ausreichendes Wissen, um die Inhalte sehr interdisziplinär geprägter biomedizinischer Studiengänge fachlich prüfen zu können. Uneinheitliche Maßstäbe könnten bei Studierenden und Arbeitgebern aber zu Irritationen führen und dem Ziel der deutschlandweit und zukünftig europaweit vergleichbaren Abschlüsse entgegenstehen.
Folgende Ziele sollen für die Ausbildung von Ingenieuren in den genannten Fächern erreicht werden:
- Der Absolvent soll das aktuelle Wissen und die Methodik der Ingenieurwissenschaften beherrschen und zur Lösung von Problemen in der Medizintechnik einsetzen können.
- Der Absolvent soll die besonderen Sicherheitsaspekte der Medizintechnik kennen und bei der Lösung von technischen Problemen sowie bei der Überwachung technischer Einrichtungen in der Medizin verantwortungsvoll einsetzen können.
- Der Absolvent soll die medizinische diagnostische und therapeutische Fragestellung verstehen und geeignete technische Lösungen entwerfen und realisieren können.
- Der Absolvent soll die besonderen Aspekte bei der Wechselwirkung technischer Systeme mit dem menschlichen Körper kennen und berücksichtigen.
- Der Absolvent soll die Grundprinzipien der klinischen Arbeitsweise bei diagnostischen und therapeutischen Verfahren kennen.
Diesen Empfehlungen liegen die Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen der Kultusministerkonferenz vom 10. Oktober 2003 zu Grunde. Die Empfehlungen stehen im Einklang mit den Bemühungen der EAMBES European Alliance for Medical and Biological Engineering & Science, dem Zusammenschluss aller europäischen Fachgesellschaften in diesem Fachgebiet, eine Harmonisierung der Ausbildung in den
genannten Fachgebieten in Europa zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis
Motivation 2
Ausbildungsziele in der Biomedizinischen Technik und im klinischen Ingenieurwesen 2
Rahmenbedingungen 3
Inhalte des Studiums 4
Akkreditierung - Zusammenfassung 10
Anlagen 11
Autoren
- Dipl.-Ing. Vera Dammann
Fachhochschule Gießen-Friedberg
- Prof. Dr.-Ing. Olaf Dössel
Universität Karlsruhe (TH)
- PD Dr.-Ing. Ute Morgenstern
Technische Universität Dresden
- Dr.-Ing. Jürgen Nippa
Euritim-Europa Institut, Wetzlar
- Prof. Dr. Werner Trampisch
Fachhochschule Gießen-Friedberg