In der Antriebstechnik besteht ein genereller Trend der mechanischen, elektrischen und informationstechnischen Integration in den technologischen Prozess. Für die Klein- und Mikroantriebstechnik trifft das in ganz besonderem Maße zu. Es entstehen so zum Teil komplexe mechatronische Antriebssysteme, deren Produktentwicklung ein hohes Maß an Entwicklungsqualität verlangt. Die Vermittlung von Methoden- und Systemkompetenz sowie der effiziente Einsatz von Entwicklungstools sind hierzu eine notwendige Voraussetzung. Bei der Forderung nach immer kürzeren Innovationszyklen kann die Simulation von Antriebskomponenten sowie des gesamten Antriebssystems die Entwicklungszeit, aber auch die Entwicklungsrisiken, deutlich senken. Neben der reinen Simulation ermöglichen durchgängige Entwicklungstools auch eine schnelle experimentelle Erprobung. Dies ist von steigender Bedeutung, wird doch das Betriebsverhalten des Antriebes zunehmend durch Steuer- und Regelalgorithmen bestimmt.
AC-Servomotoren, zunächst für die Realisierung von Positionierantrieben entwickelt, erobern zunehmend neue Anwendungen im Volumensegment der Stellantriebe. Ziel ist hier neben einer angepassten Performance besonders der geberlose Betrieb. Neben der klassisch rotatorisch angetriebenen Vorschubachse gewinnt der Linear-Direktantrieb zunehmend an Bedeutung.
Feinwerktechnisch und in Zukunft vor allem mikrotechnisch hergestellte Antriebe und Antriebskomponenten eröffnen neue Anwendungsmöglichkeiten, gerade wenn es um die Miniaturisierung von Systemen geht. Neben den sogenannten konventionellen Antriebsprinzipien gewinnen in diesem neuen Segment auch die unkonventionellen Aktorprinzipien, wie zum Beispiel piezoelektrische Aktoren, an Bedeutung.
Die Fachtagung „Innovative Klein- und Mikroantriebstechnik" informiert über diese aktuellen Entwicklungen mit ausgewählten Fachvorträgen und bietet ein Forum für Entwickler, Hersteller und Anwender von Klein- und Mikroantrieben für den fachlichen und persönlichen Austausch. Die Fachtagung soll darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen
fördern.
Auf Wiedersehen in Würzburg!
G. Huth
Technische Universität Kaiserslautern
Wissenschaftlicher Tagungsleiter