Geschichte der Energietechnik
Der Weg zur Normfrequenz 50 Hz
Wie aus einem Wirrwarr von Periodenzahlen die Standardfrequenz 50 Hz hervorging
30.07.2008
Allgegenwärtig ist die Frequenz 50 Hz, mit welcher der Wechselstrom in unseren Netzen und Geräten periodisch schwingt. Eine einheitliche Periodenzahl bildet die Voraussetzung dafür, dass alle Kraftwerksgeneratoren im Verbund zusammenarbeiten können. In der Anfangszeit der Wechselstromtechnik - etwa ab 1885 - betrieb man jede Anlage für sich allein, die Frequenz war beliebig mit 25 bis über 80 pro Sekunde, in Nordamerika sogar 125 oder 133. Im Unterschied zur Festlegung in den USA - um 1895 - auf 60 Perioden für allgemeine Zwecke und 25 Hz für Übertragungen bildete sich in Europa eine einheitliche Frequenz mit 50 Hz heraus. Zur Jahrhundertwende 1900 waren 50 Hz realer Standard; doch bis ein regulärer Normstatus erreicht wurde, sollte es 1920 (Österreich) bzw. 1930 (Deutschland) werden.
Gerhard Neidhöfer
Bulletin-Nummer 2008/17 - mit freundlicher Genehmigung der electrosuisse