Energiesparen 

IKT-Strombedarf liegt in Deutschland bei über zehn Prozent 

Studie "Abschätzung des Energiebedarfs der weiteren Entwicklung der Informationsgesellschaft"

03.07.2009 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hatte eine Studie in Auftrag gegeben, die den zukünftigen Energiebedarf der Informations- und  Kommunikationstechnologien (IKT) abschätzt sowie Schlussfolgerungen für die Entkopplung von IKT-Fortschritt und Elektrizitätsbedarf ableiten soll. Die Ergebnisse der vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) erarbeiten Studie liegen jetzt unter dem Titel "Abschätzung des Energiebedarfs der weiteren Entwicklung der Informationsgesellschaft" vor.

Für 207 wurde ein IKT-bedingter Stromverbrauch in Deutschland von knapp 55 Mrd. kWh ermittelt, das entspricht 10,5 Prozent des gesamten Jahresstromverbrauchs. In Deutschland wird somit deutlich mehr als im globalen Durchschnitt in diesem Segment Strom verbraucht. Bei gleichbleibendem Trend wird bis 2020 eine Steigerung um 20 Prozent auf dann jährlich 67 Mrd. kWh erwartet. Die Gründe: die Zunahme des Datenverkehrs, der Anzahl der Geräte und der damit einhergehenden Rechen- und Speicherleistung.

In privaten Haushalte fließen knapp 60% des IKT-bedingten Stroms, derzeit rund 27 Mrd. kWh, in 2020 geschätzte 40 Mrd. kWh pro Jahr. Treiber sind hier Fernsehen und Computer mit immer größeren Displays. Dabei sind das zukünftig weiter verbreitete hoch auflösende Fernsehen (HDTV) und die Zunahme von Audio- und Video-Daten sowie der Interaktivität und Personalisierung von digitalen Dienstleistungen eingerechnet.