Die ETG- Fachtagung „Intelligente Netze“ stellt sich das Ziel, Innovationen im Sinne der europäischen SmartGrid- Strategie dem Fachpublikum näher zu bringen.
Im Übertragungsnetz sorgen Handel und Windenergieeinspeisung zu volatilen Lastflüssen bis hin zur Grenze der Betriebsmittelauslegung. Da notwendige Netzverstärkungen kurzfristig nicht zu realisieren sind, ist intelligentes Engpassmanagement gefragt.
In den Verteilungsnetzen werden aufgrund der rapide ansteigenden verteilten Erzeugung, insbesondere aus erneuerbaren Energiequellen und KWK-Anlagen, tief greifende Veränderungen erfolgen. Das betrifft die Etablierung von dezentralem Energiemanagement im Sinne Virtueller Kraftwerke, aber auch die Einbindung der Stromkunden in den Markt mittels dynamischer Tarife.
Voraussetzungen für diese Entwicklung sind zum einen „Smart Meter“, also intelligente Zähler, die nicht nur die Zählerstände digital erfassen und kommunizieren, sondern auch Preissignale dem Stromkunden zur Verfügung stellen. Darüber hinaus ist eine kommunikationstechnische Vernetzung der Verbraucher und dezentralen Erzeugern mit der Netzführung erforderlich, um die Basis für ein intelligentes Last- und Erzeugungsmanagement zu legen.
Im Hinblick auf die Liberalisierung des Messwesens werden neue Marktrollen wie IKT-Provider oder Messstellenbetreiber und –dienstleister entstehen.
Eine Vielzahl europäischer Projekte, aber auch die E–Energy–Projekte des BMWi und des BMU, tragen diesen Entwicklungen mittels Pilotversuchen Rechnung. Die Rahmenbedingungen für die Umsetzung intelligenter Netze in der Breite sind aber noch zu schaffen.
Zielgruppe
- Versorgungsindustrie
- Kraftwerks- und Netzbetreiber, Planer, Errichter und Ausrüster
- EEG-/KWK-Anlagenbetreiber
- Fachleute aus den Bereichen Schutz- und Leittechnik, Smart-Metering, Energiespeicher, Stromhandel, Informations- und Kommunikationstechnik
- Forschungsinstitute und Hochschulen