Herr Prof. Schröppel: Sie haben vor etwa einem Jahr in der ETG Mitgliederinformation besondere Aktivitäten zur Förderung von Weiterbildungsangeboten durch die ETG im VDE angekündigt und haben sich dieses Themas persönlich angenommen. Wie sind Ihre Bemühungen motiviert?
Prof. Schröppel:
Der VDE sieht sich als Anbieter von Wissenstransfer für die Elektrotechnik /Informationstechnik auf allen Ebenen. Dabei ist die Weiterbildung von Fachleuten im Sinne des Lebenslangen Lernens eine Aufgabe von hoher Bedeutung. Die ETG unterstützt die Weiterbildungsaktivitäten des VDE intensiv, um das Seminarangebot mit aktuellen Themen aus dem Bereich der elektrischen Energietechnik zügig auszuweiten.
Welche thematischen Schwerpunkte aus der Energietechnik wollen Sie im derzeitigen und künftigen VDE Seminarprogramm setzen?
Prof. Schröppel:
Die derzeitigen thematischen Schwerpunkte liegen auf elektrischen Maschinen und Antrieben sowie Übertragung und Verteilung elektrischer Energie. Mittelfristiges qualitatives Ziel ist die Ausweitung des Themenspektrums, so dass die thematische Gliederung der ETG Fachbereiche und Ausschüsse hinreichend abgedeckt wird. Beispielsweise planen wir eine Anzahl neuer Seminare zur Stromwirtschaft und auch zur Diagnostik in 2005.
Was sind die Aufgaben der ETG Task Force "Weiterbildung"?
Prof. Schröppel
Der Task Force gehören Experten aus Hochschule und Unternehmen an, die verschiedene Fachgebiete der elektrischen Energietechnik vertreten. Dieses initiale Netzwerk identifiziert interessante Seminarthemen und benennt Ansprechpartner oder schlägt mögliche Fachreferenten aus dem bekannten Umfeld vor. Außerdem begleitet die Arbeitsgruppe die aktuell durchgeführten Seminare im ständigen Feedbackprozess.
Ist es in Zeiten schwacher Konjunktur und einhergehender Einsparungen in den Unternehmen eigentlich ratsam, ein Weiterbildungsangebot auszubauen?
Prof. Schröppel:
Richtig ist, dass die Unternehmen derzeit Einsparungen in der Weiterbildung vornehmen. Richtig ist jedoch auch, dass die Unternehmen dem VDE eine hohe Kompetenz und Qualität bei der Auswahl und Durchführung von Seminaren mit aktuellen elektrotechnischen Themen zutrauen, sodass wir mit der Nachfrage sehr zufrieden sind. Mittelfristig werden sich die Weiterbildungsetats wieder ausweiten.
Können Sie etwas zum Erfolg der Bemühungen sagen?
Prof. Schröppel:
Wir konnten innerhalb eines guten Jahres 20 neue Seminare etablieren. Wir hoffen das Programm für die Energietechnik bis Ende 2005 auf 40-50 Seminare auszubauen und damit einen echten Mehrwert für unsere Mitglieder zu schaffen.