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Gefährdung durch direkten Blitheinschlag

08.06.2016 Frankfurter Rundschau / FFH Seite 143 0

Blitzeinschlag auf dem Flughafen - Vorfeld-Mitarbeiter verletzt

Am 07.06.2016 gegen 21:48 Uhr stand ein Techniker (44 J.) an der Position B 45 des Flughafens Frankfurt. Er sollte eine Boeing 777 mit seinem Schleppfahrzeug vom Terminal wegziehen. Bei diesem Vorgang ist das Flugzeug nur noch mit dem Schleppfahrzeug verbunden. Der Mann stand mit dem Piloten im Flugzeug über ein Headset per Kabel in Kontakt. Er befand sich auf einem Trittbrett seines Fahrzeugs.

In diesem Moment schlug offenbar in der Nähe ein Blitz ein, vermutlich in das Flugzeug. Durch das Kabel des Headsets erfuhr der Techniker einen Stromschlag. Er wurde sofort zur Überwachung in ein Krankenhaus eingeliefert, das er nach gut 12 Stunden wieder ohne Komplikationen verließ.

Beim Flughafenbetreiber Fraport ist es üblich, dass Unwetterwarnungen über ein Netzwerk an alle Mitarbeiter und Fremdfirmen zeitnah kommuniziert werden. In diesem Fall war die Warnung erst wenige Minuten nach dem Unglück bei den Personen auf dem Rollfeld angekommen, so ein Lufthansa-Technik-Sprecher.

Bei Gewitter stellt Fraport die Abfertigung am Boden ein. Am Dienstag war dies zwischen 21.51 Uhr und 22.45 Uhr geschehen. Mehr als 80 Flugzeuge konnten nicht starten oder landen oder kamen erst später weg. Mit Zustimmung der Genehmigungsbehörden fanden 47 Starts ausnahmsweise nach 23 Uhr statt, zuletzt um 23.57 Uhr.

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