10.08.2006 Frankfurt Seite 30 0

Nachbarn bemerken Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag

Heppenheim

Ein Gewitter mit starken Regenfällen sorgte am gestrigen Dienstag in den frühen Morgenstunden gleich für zwei Einsätze der Heppenheimer Feuerwehr. Während in der Roseggerstraße ein Blitzeinschlag für Aufregung sorgte, wurden die ehrenamtlichen Helfer zu einer unter Wasser stehenden Wohnung in Fischweiher gerufen.
Mit einem lauten Knall hatte gegen 5.30 Uhr ein Blitz in den Dachstuhl eines Einfamilienhauses in der Roseggerstraße eingeschlagen. Die Wohnungsinhaber befinden sich derzeit in Urlaub, das Haus wird von den Eltern behütet. Das Ehepaar wurde durch einen lauten Donnerschlag aus dem Schlaf gerissen, hatte aber nicht damit gerechnet, dass es im eigenen Haus eingeschlagen hat.

Nachbarn in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße bemerkten dagegen eine starke Rauchentwicklung aus dem Dachbereich und alarmierten sofort über Notruf die Feuerwehr. Bereits wenige Minuten später war ein Löschzug mit zwei Löschfahrzeugen und der Drehleiter vor Ort.

Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten und Schlauchmaterial drangen erste Trupps über das Treppenhaus und eine Notleiter zum Brandherd vor. Der Blitz hatte in Höhe des Dachfirstes eingeschlagen und sowohl die Dachbalken als auch das Isolationsmaterial des nicht ausgebauten Dachgeschosses in Brand gesetzt. Mit zwei C-Rohren brachten die Helfer das Feuer schnell unter Kontrolle, so dass zumindest ein größerer Wasserschaden verhindert werden konnte.

Durch das rechtzeitige Erkennen des Feuers durch die Nachbarn und den schnellen Einsatz der Wehr wurde auch ein Übergreifen der Flammen verhindert.

Nachdem das Haus über einen Hochleistungslüfter mit frischer Luft versorgt worden war, wurde vorsorglich mit einer Wärmebildkamera die Schadensstelle nach Glutnestern abgesucht. Auch von der Drehleiter aus wurde die Einschlagstelle begutachtet. Bevor die Wehrmänner nach rund einer Stunde wieder abrücken konnten, wurde das Loch im Dach mit einer Abdeckplane provisorisch abgedichtet. Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes waren vor Ort, brauchten jedoch nicht einzugreifen.

Nach letzten Aufräumarbeiten beendete Stadtbrandinspektor Werner Trares den Einsatz der 24 Brandschützer.

aus: Echo Online 9.8.2006

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