27.08.2010 Fachinformation 1055 0

Blitzschutz von Fahnenmasten

Fahnenmasten können bevorzugte Einschlagpunkte für Blitze sein. Gerade wenn sich Personen in der Nähe aufhalten können, muss über den Blitzschutz nachgedacht werden.

Blitzeinschlag

Bei einem direkten Einschlag trifft der heiße Blitz auf den Fahnenmast. Am Eintrittspunkt kann es auf Grund der hohen Temperaturen zu örtlich begrenzten "Explosionen" kommen, wodurch kleinere Teile abgesprengt werden. Um dies zu verhindern, muss der Fahnenmast aus Metall mit ausreichender Wandstärke gefertigt sein, so dass der Blitzstrom ohne Überhitzung fortgeleitet werden kann.

Gleiches gilt für Übergangsstellen im weiteren Verlauf Richtung Erde. Immer wenn ein metallenes Mastelement endet und mit einem anderen verbunden wird, bewirkt eine großflächige Verbindung die Weiterleitung des Stroms ohne unzulässige Erhitzung.

Erdung

Der Blitzstrom muss in die Erde eingebracht werden. Dies geschieht in der Regel über eine Erdungsanlage, die z.B. als Fundamenterder für den Fahnenmast oder als Ringerder realisiert wurde. Die Verbindung zwischen Fahnenmast und Erdungsanlage kann dann wie im Foto dargestellt erfolgen.

Schutz von Personen

Wenn es wahrscheinlich ist, dass sich bei Gewitter Personen in unmittelbarer Nähe des Fahnenmastes aufhalten, müssen zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Schritt- und Berührungsspannungen durchgeführt werden. Dies können sein

ein isolierender Überzug über den metallenen Fahnenmast bis in 2 m Höheein isolierender Bodenbelag rund um den Fahnenmastzusätzliche Erder, die eine Verringerung der Schrittspannung bewirken.

Alle Schutzmaßnahmen müssen von einer Blitzschutzfachkraft geplant und umgesetzt werden, um deren Wirksamkeit im Falle eines Blitzeinschlags sicherzustellen.

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