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Gefährdung durch direkten Blitheinschlag

29.05.2008 Fachinformation 465 0

Ist Telefonieren mit dem Handy während eines Gewitters gefährlich?

Führt die Strahlung dazu, dass ein Blitzeinschlag wahrscheinlicher wird?

Im Sommer 2006 ging eine Schlagzeile durch die Presse: "Wer bei Gewittern mit dem Handy im Freien telefoniert, riskiert möglicherweise einen tödlichen Stromschlag." Britische Mediziner hälten Unfälle beim Telefonieren im Freien für möglich und verlangen deshalb eine Warnung an Mobiltelefonierer. So soll eine15-Jährigen in einem Londoner Park vom Blitz getroffen worden sein, während sie mit dem Handy telefonierte. Das Mädchen musste reanimiert werden, überlebte den Unfall, leidet aber heute - ein Jahr später - unter körperlichen, geistigen und emotionalen Problemen.
Als Begründung für die zusätzliche Gefährdung durch Handy-Telefonieren wurde angeführt:
Normalerweise ist ein Blitzschlag nicht unbedingt lebensbedrohlich: Durch den hohen Widerstand der menschlichen Haut wird der Strom entlang des Körpers in die Erde geleitet, ohne tatsächlich in den Körper einzudringen. Bei diesem Überschlag ist die Todesrate relativ niedrig. Hält der vom Schlag getroffene Mensch dagegen etwas Leitendes in der Hand, kann dieses Objekt den Überschlag unterbrechen. Der Strom dringt dann tatsächlich in den Körper ein und kann schwere innere Verletzungen verursachen, die zum Tod führen können.

Die Experten des ABB sagen dazu:

Entwarnung: Handy-Nutzung ist nicht gefährlich

Die Benutzung des Handys im Freien während eines Gewitters erhöht nicht das Risiko, dass in diese Person der Blitz einschlägt.

Das Mobiltelefon an sich ist für den ankommenden Blitz ein kleines Stück Metall, welches beim Telefonieren im Kopfbereich gehalten wird. Für die Blitzentladung, die in der Luft bereits mehrere hundert Meter zurückgelegt hat, ist es am Ende unrelevant, ob sie am Einschlagspunkt Metall, Holz oder ein anderer Stoff vorfindet. Daher kann man nicht sagen, dass ein Handy oder ein anderes metallenes Objekt in der Hand die Blitzeinschlagsgefahr erhöht.
Eine andere Erklärung, mit der eine angebliche Erhöhung der Einschlagswahrscheinlichkeit begründet wird, ist die Strahlung des Mobiltelefons. Diese würde dazu führen, dass die Luft rund um die telefonierende Person eher eine Blitzentladung leiten würde als anderswo.
Fakt ist, dass die abgestrahlte elektromagnetische Leistung eines Mobiltelefons viel zu gering ist, um die Leitfähigkeit der Luft zu erhöhen

Der Technische Ausschuss des ABB formuliert hierzu folgende Stellungnahme:

Die Benutzung des Handys im Freien während eines Gewitters erhöht nicht das Risiko, dass in diese Person der Blitz einschlägt.

Das Mobiltelefon an sich ist für den ankommenden Blitz ein kleines Stück Metall, welches beim Telefonieren im Kopfbereich gehalten wird. Für die Blitzentladung, die in der Luft bereits mehrere hundert Meter zurückgelegt hat, ist es am Ende unrelevant, ob sie am Einschlagspunkt Metall, Holz oder ein anderer Stoff vorfindet. Daher kann man nicht sagen, dass ein Handy oder ein anderes metallenes Objekt in der Hand die Blitzeinschlagsgefahr erhöht.

Eine andere Erklärung, mit der eine angebliche Erhöhung der Einschlagswahrscheinlichkeit begründet wird, ist die Strahlung des Mobiltelefons. Diese würde dazu führen, dass die Luft rund um die telefonierende Person eher eine Blitzentladung leiten würde als anderswo.

Fakt ist, dass die abgestrahlte elektromagnetische Leistung eines Mobiltelefons viel zu gering ist, um die Leitfähigkeit der Luft zu erhöhen.

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