19.07.2013 Seite 1849 0

Muss ein nachträglich installiertes Blitzschutzsystem mit der Haupterdungsschiene verbunden werden?

Im Falle eines Blitzeinschlags in das Blitzschutzsystem tritt eine hohe Spannung gegen Erde auf. Damit es zu keinen unkontrollierten Überschlägen zwischen den Leitungen des Blitzschutzsystems und den metallenen Leitungen und Objekten des Gebäudes kommt, werden die beiden Systeme i.d.R. an der Haupterdungsschiene miteinander verbunden. Dadurch wird ein Potentialausgleich hergestellt.

Bei nachträglichem Einbau von Bitzschutzsystemen werden häufig Tiefenerder an jeder Ableitung eingesetzt. Nach der Blitzschutznorm VDE 0185-305-3 müssen diese einzelnen Erder miteinander und mit dem Gebäudeerdungssystem verbunden werden. Ist aus baulichen Gründen eine Verbindung der Einzelerder außerhalb des Gebäudes nicht möglich, kann die Verbindung auch innerhalb, z.B. im Keller, erfolgen. Dabei ist ein Abstand zu anderen vorhandenen metallenen Installationen (elektrischen Leitungen, Metallrohre o.ä.) zu beachten.

Ergo: Ein nachträglich installiertes Blitzschutzsystem muss mit der Haupterdungsschiene verbunden werden.

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