Generell gilt

Blitzschutz muss realisiert werden, wenn

  • das Baurecht oder eine Verordnung Blitzschutz fordert,
  • bei normaler Nutzung mit einer Gefährdung von Personen durch Blitzschlag zu rechnen ist.

Im Zweifelsfall wird bei einem Personenschaden ein Gericht überprüfen, ob alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Personen getroffen wurden. Dies ist - in Deutschland - prinzipiell eine Einzelfallentscheidung.
 
Welche Gefährdungen auftreten und welche Bereiche besonders gefährdet sind, liefert eine Gefahrenbereichsanalyse - siehe VDE-Merkblatt. Die Betreiber einer Sportanlage können daraus Informationen über Gefahren- und Schutzbereiche ableiten und Schutzmaßnahmen festlegen, die auf die Nutzung und die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt sind. Blitzschutzfachkräfte erstellen eine solchen Gefahranalyse; sie planen und realisieren die notwendigen Blitzschutzmaßnahmen.

Kleine Sportplätze

Für diesen Anwendungsfall gilt üblicherweise:

  • Während eines Gewitters halten sich keine Personen auf den Freiflächen auf.
  • Bei Training oder Spielbetrieb gibt es Möglichkeiten, wo sich die anwesenden Personen vor Blitzschlag schützen können: Gebäude (Vereinsheim, Gaststätte, Unterstände) mit Blitzschutzsystem, Garagen, Autos etc.
  • Bei Überdachungen ist zu prüfen, ob eine Personengefährdung durch Schritt- oder Berührungsspannungen vorliegt.
  • Auf die Gefahr durch Blitzschlag bzw. Blitzwirkungen bei Aufenthalt auf den Freiflächen, in ungeschützten Gebäuden oder sonstigen gefährdeten Bereichen wird durch Aushang, Merkblätter und Unterweisungen (Betreiber, Trainer, Schiedsrichter) hingewiesen.

Unter diesen Voraussetzungen kann davon ausgegangen werden, dass technischen Blitzschutzmaßnahmen für den Sportplatz als Ganzes nicht notwendig sind.

Weitere Informationen siehe Abschnitt "Links".

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