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Blitzschutz und Allgemeine Blitzschutz-Bestimmungen (1971)

ABBBlitzschutz8cover

bearbeitet und herausgegeben vom

Ausschuss für Blitzableiterbau e.V. (ABB)
DK 621.316.9-30

Achte Auflage
Nachdruck mit redaktionellen Änderungen

VDE-Verlag GmbH . Berlin 1971

Vorwort zur achten Auflage

Aus der Geschichte des Ausschusses für Blitzableiterbau e. V. (ABB) sind folgende Daten von Bedeutung:

1885 Gründung als Unterausschuß des Elektrotechnischen Vereins zu Berlin
1886 Druckschrift "Die Blitzgefahr" Nr. 1
1890 Desgl. Nr. 2
1901 "Leitsätze zum Schutz der Gebäude gegen den Blitz"
1924 Taschenbuch "Blitzschutz" 1. Auflage
1926 Desgl. 2. Auflage
1932 Desgl. 3. Auflage
1937 Desgl. 4. Auflage
1940 Desgl. unveränderter Nachdruck der 4. Auflage
1947 Erste Vorarbeiten für die 5. Auflage in Kiel (Landesbrandkasse)
1949 Gründung des "Ausschusses für Blitzableiterbau für das vereinigte Wirtschaftsgebiet" (ABBW) in Wuppertal und des Fachausschusses "Gebäude-Blitzschutz" der Kammer der Technik in Berlin
1951 Buch "Blitzschutz" 5. Auflage als Gemeinschaftsarbeit des ABBW und des Fachausschusses 8 a "Gebäude-Blitzschutz" bei der Kammer der Technik
1952 Buch "Blitzschutz" 5. Auflage Nachdruck 1952 (mit kleinen redaktionellen Änderungen)
1954 Neue Satzung des Ausschusses für Blitzableiterbau (ABB), beschlossen in Bad Zwischenahn
1954 Buch "Blitzschutz" 6. Auflage
1955 Eintragung des ABB als eingetragener Verein in Kiel
1957 Buch "Blitzschutz" 6. Auflage I. Nachdruck, gemeinsam überarbeitet vom ABB e. V. in Kiel und vom Fachausschuß "Blitzschutzanlagen" der Kammer der Technik in Berlin
1958/1959 Buch "Blitzschutz" 6. Auflage II. unveränderter Nachdruck
1961 Eintragung des ABB in das Vereinsregister in Darmstadt
1963 Buch "Blitzschutz" 7. Auflage, wiederum herausgegeben wie die 6. Auflage als Gemeinschaftsarbeit beider Ausschüsse
1968 Die 8. Auflage wurde vom ABB e. V. ausgearbeitet.

Neue Erkenntnisse über die Natur des Gewitters, über die im Gewitterraum vorkommenden elektrischen Feldstärken und über die Häufigkeit von Blitzentladungen in verschiedenen geographischen Gebieten wurden in der Neufassung des Teiles l verwertet.

Infolge technischer Fortschritte waren weiter wesentliche Änderungen und Ergänzungen der Allgemeinen Blitzschutz-Bestimmungen (Teil 3 und Teil 4) notwendig.

So erforderte die zunehmende Verwendung nichtmetallischer Werkstoffe im Rohrleitungsbau wesentlich geänderte Bestimmungen für Erdungsanlagen. Deshalb mußten auch die bisherigen Richtlinien für den Anschluß an metallene Wasser- und Gasleitungsrohre zusammen mit dem Deutschen Verein von Gas- und Wasserfachmännern e. V. (DVGW) weitgehend überarbeitet werden. Auch der von der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) inzwischen empfohlene Fundamenterder mußte Berücksichtigung finden.

Die Bestimmungen über die Näherung zwischen Blitzschutzanlagen und elektrischen Anlagen in turmartigen Gebäuden wurden geändert und klarer und ausführlicher gefaßt. Die Bestimmungen über Eigennäherungen in Blitzschutzanlagen konnten erleichtert werden.

Das bisherige Schornstein-Merkblatt des ABB, das gemeinsam mit den Fachverbänden für Fabrikschornsteine aufgestellt worden war, wurde in die Bestimmungen eingearbeitet.
 
Neue Bauweisen, z. B. Kunststoff-, Kiesschütt- und wasserbeschüttete Dächer sowie Metallfoliendächer erforderten in vielen Fällen eine Ergänzung oder Anderung der Bestimmungen. Erfahrungen, z. B. mit Stahlbetonbauten, neuere theoretische Erkenntnisse sowie Versuchsergebnisse führten ebenfalls zu verschiedenen Änderungen der Bestimmungen.

Erstmals aufgenommen wurden Bestimmungen über Blitzschutz von Fernmeldetürmen aus Stahlbeton, Masten aus Stahlbeton als Antennenträger, größere Sportanlagen, Flutlichtmasten und anderes mehr.

Als wertvolle Ergänzung wurde weiterhin ein Merkblatt über die Messung des Erdungswiderstandes erstmals aufgenommen. Trotz der vielen Anderungen und Ergänzungen wurde der bewährte Aufbau der 7. Auflage im wesentlichen beibehalten. Die 8. Auflage wird mit diesen zahlreichen Neuerungen für Behörden, Architekten, Baumeister und für Blitzableitersetzer ein unentbehrliches Hilfsmittel zum Planen und Errichten von Blitzschutzanlagen sein.

Auch für alle, die sich für das Entstehen von Gewittern und für die Wirkungen des Blitzes interessieren, wird dieses Werk willkommen sein.

Möge auch die 8. Auflage des Buches "Blitzschutz" in bewährter Weise der Förderung des Blitzschutzes für Menschen und Sachwerte dienen.

 

Darmstadt, im Juli 1968

Ausschuß für Blitzableiterbau e. V.

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