01.07.2014 ETG-Mitgliederinformation Veranstaltungsrückblick 38 0

ETG-Kongress 2013 - Fachtagung 5

Forschung und Entwicklung für die Elektromobilität

Kraftstoffe für den Straßenverkehr werden gegenwärtig weitgehend aus zu importierenden fossilen Energieträgern, insbesondere Erdöl, erzeugt. Um zunächst Wirtschaftlichkeit und auch Komfort von Fahrzeugen zu verbessern und den Straßenverkehr darüber hinaus perspektivisch mit im elektrischen Netz verfügbarer, aus erneuerbaren Quellen erzeugter Energie zu versorgen, bietet sich der Übergang auf elektrische Antriebstechnik an, wie er im Kfz-Markt bereits ansatzweise zu beobachten ist. Gegenüber den grundsätzlich seit langem bekannten Elektroautos profitieren die elektrischen Antriebssysteme heutiger Straßenfahrzeuge maßgeblich von der schnellen Entwicklung der Leistungselektronik, der elektrischen Maschinen und auch der Antriebsregelung.

Hier setzte die Fachtagung 5 - Forschung und Entwicklung für die Elektromobilität - im Rahmen des Internationalen ETG-Kongresses 2013 an:

Bild 1: Bordnetz, Antriebsstrang und Netzschnittstelle eines Elektrofahrzeugs [Quelle: VDE/ETG-Studie Elektrofahrzeuge - Bedeutung, Stand der Technik, Handlungsbedarf]

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Prof. Dr.-Ing. Andreas Lindemann

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Sie ermöglichte Vorstellung und Austausch aktueller Ergebnisse von Forschung und Entwicklung, die u. a. im Zusammenhang mit der nationalen Plattform Elektromobilität in Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen geleistet wurde.

Die inhaltliche Gliederung der Fachtagung orientierte sich an der im Bild 1 dargestellten Architektur eines Elektrofahrzeuges mit seinen Schnittstellen: So würdigen einleitende Vorträgen unter dem Begriff Antriebsstrang zusammengefasste Systemaspekte. Die Sequenz der weiteren Sitzungen folgte der Energieflussrichtung: Zunächst wurde die Ladeinfrastruktur an der Schnittstelle zum elektrischen Netz betrachtet, welche in der Regel leistungselektronischer Umformung bedarf. Der Leistungselektronik auch im Fahrzeug war konsequenterweise die nächste Sitzung gewidmet, abschließend gefolgt von Vorträgen zu elektrischen Traktionsmaschinen. Dieses insgesamt 15 Präsentationen mit anschließender Diskussion umfassende Programm konnte durch eine den Dialog zwischen Autoren und Teilnehmern in besonderem Maße fördernde Postersitzung mit insgesamt 25 Beiträgen ergänzt werden.

Der als ETG-Fachbericht 139 erschienene Tagungsband ergänzt in hervorragender Weise die im Jahr 2010 erschienene VDE/ETG-Studie "Elektrofahrzeuge - Bedeutung, Stand der Technik, Handlungsbedarf" - mit aktuellen Ergebnissen.

Die Fachtagung wurde in bewährter Zusammenarbeit gemeinsam von den ETG-Fachbereichen A1 - Elektrische Maschinen und Antriebe, Mechatronik - und Q1 - Leistungselektronik - ausgerichtet und von Herrn Prof. Dr.-Ing. Martin Doppelbauer - Karlsruher Institut für Technologie, Herrn Prof. Dr.-Ing. Kay Hameyer - RWTH Aachen - sowie dem Verfasser dieses Berichts Herrn Prof. Dr.-Ing. Andreas Lindemann - Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg - mit Unterstützung durch einen Programmausschuss geleitet.

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