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15.06.2015 13 0

Großes Interesse an 7. Fördererkreissitzung in Berlin

Neuer FNN-Vorstand stellt Arbeitsschwerpunkte für die nächsten drei Jahre vor.
Erstmalig begrüßte der neue FNN-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Küppers (Westnetz GmbH) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In seiner Rede stellte er unter dem Motto "drei Jahre, drei Themen" die Arbeitsschwerpunkte vor, auf die sich der FNN-Vorstand während seiner dreijährigen Amtszeit konzentrieren will. Das erste Megathema lautet "Vom Netz zum System". Darunter sind alle Herausforderungen zusammengefasst, die beim weiteren Umbau der Netze zu lösen sind. Dazu gehören zum Beispiel Systemdienstleistungen, deren Bereitstellung sich von einigen hundert Großkraftwerken hin zu vielen tausend dezentralen Erzeugungsanlagen wandeln wird. Dr. Küppers sprach sich für einen Umbau der Netze aus, bei dem alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Nur dann sei der sichere Systembetrieb weiter zu gewährleisten. "Weder sind 16 Energiewenden der Bundesländer sinnvoll noch die Ausrichtung auf einzelne Geschäftsinteressen. Auch eine rein nationale Energiewende greift zu kurz. Sie muss europäisch gedacht werden", so Dr. Küppers in seiner Rede.

IT-Sicherheit gewinnt an Bedeutung
Das zweite Megathema "Sicherer Systembetrieb mit IKT" umfasst aktuell vor allem das intelligente Messsystem, dessen technische Anforderungen FNN in den letzten Jahren spezifiziert hat. Die Arbeiten daran laufen mit den Schwerpunkten Unterstützung beim Rollout und netzbetriebliche Anwendungsfälle weiter. Darüber hinaus zeichnet sich aber bereits heute mehr und mehr IT-Einsatz auch bei allen weiteren Aspekten des Systembetriebs ab. Hier ist eine breite Diskussion über Grundlagen und Grenzen dieser Technologien im Betrieb einer kritischen Infrastruktur wie dem Stromnetz nötig. FNN sei der Ort, an dem diese Diskussion geführt werden müsse, so Küppers.

Bedeutung der Regelsetzung verdeutlichen
Beim dritten Thema "Bedeutung der Regelsetzung" geht es darum, die Vorteile des Regelsetzungsverfahrens unter dem Dach von FNN in Deutschland und Europa bekannter zu machen. Die Grundlagen der Arbeit bei FNN - Transparenz und Einbindung aller betroffenen Gruppen - hätten sich seit der Gründung des FNN vor acht Jahren bestens bewährt, so Dr. Küppers. Das Ergebnis sei die schnelle und gleichzeitig sichere Überführung neuer Technologien in den laufenden Systembetrieb.

Budget für 2016 einstimmig verabschiedet
Nach den Berichten aus den drei Lenkungskreisen hatten die Vertreter der 408 Mitgliedsunternehmen des FNN über das Budget für 2016 abzustimmen. Der Vorschlag des Vorstands wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Der Mitgliedsbeitrag bleibt unverändert. Mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern lag die Teilnehmerzahl höher als bei der letzten Fördererkreissitzung im Sommer 2014. Die nächste Fördererkreissitzung wird wieder im Juni 2016 in Berlin stattfinden. Der genaue Termin wird in der Mitgliederinformation "FNN aktuell" bekannt gegeben.

Alle Präsentationen sind im Mitgliederbereich verfügbar.