NC RfG (1)
14.02.2017 223 0

FNN-Vorschlag zur nationalen Festlegung der Leistungsklassen an Übertragungsnetzbetreiber übermittelt

Vorausgegangen war eine öffentliche Konsultation des FNN-Vorschlags

Mit dem angepassten Vorschlag hat VDE|FNN alle in der Konsultation eingegangenen Stellungnahmen berücksichtigt und damit einen von allen Seiten akzeptierten Kompromissvorschlag in der Branche vorgelegt. Der FNN-Vorschlag wird nun von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) geprüft und mit den europäischen ÜNB abgestimmt. Darauf folgt der Antrag der ÜNB an die Bundesnetzagentur zur Genehmigung der Leistungsklassen.

Einstimmiges Ziel aller Fachkreise ist es, die Leistungsklassen möglichst deckungsgleich mit den in Deutschland üblichen Spannungsebenen zu definieren. Nach Durchführung der Konsultation für die Übertragungsnetzbetreiber (gemäß Artikel 5(3) RfG) schlägt FNN folgende Grenzwerte zur Festlegung der Schwellenwerte der Leistungsklassen vor:

  • Typ D: PAmax ≥ 45 MW (entspricht SAmax ≥ 50 MVA)
  • Typ C: PAmax ≥ 36 MW (entspricht SAmax ≥ 40 MVA)
  • Typ B: PAmax ≥ 135 kW (entspricht SAmax ≥ 150 kVA)

Zur Umrechnung der vorgeschlagenen Grenzwerte der Leistungsklassen in die in den einschlägigen Anwendungsregeln des VDE|FNN gebräuchlichen Scheinleistungsangaben wird der feste Umrechnungsfaktor cos φ = 0,9 verwendet.

VDE|FNN hatte im August 2016 einen Vorschlag zur Konsultation gestellt. Bei diesem lag die Grenze für Typ-B-Anlagen bei 100 kVA (90 kW). Einen wesentlichen Einfluss auf die Anpassung dieses Wertes hatten die eingegangenen Stellungnahmen in der Konsultation und die in der Zwischenzeit veränderte Sachlage zur Zertifizierung. Im zwischenzeitlich veröffentlichten Entwurf der Verordnung zum Nachweis von elektrotechnischen Eigenschaften von Energieanlagen (NElEV) wurden die Zertifizierungs- und Nachweispflichten über die Anlagentypen im RfG definiert. In der Diskussion mit Vertretern aller betroffenen Verbände sowie der Bundesnetzagentur und dem Bundeswirtschaftsministerium wurde deutlich, dass eine Anpassung der Grenze für Typ-B-Anlagen einen für alle Seiten akzeptablen Kompromiss darstellt. Diesem Vorschlag ist FNN nachgekommen. Durch die Anpassung fallen zukünftige MS-Anlagen in der Größe zwischen 100-150 kVA nicht unter den Anwendungsbereich der NElEV.

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