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Bundesnetzagentur genehmigt Leistungsklassen

Der auf dem FNN-Vorschlag aufbauende Antrag der Übertragungsnetzbetreiber zur Festlegung der Schwellenwerte gemäß RfG-Verordnung wurde inhaltlich unverändert angenommen.

Die Bundesnetzagentur hat am 24. April 2018 den Antrag zur Festlegung der Leistungsklassen beim Europäischen Network Code „Requirements for Generators“ (NC RfG) genehmigt. Der auf dem FNN-Vorschlag aufbauende Antrag der Übertragungsnetzbetreiber wurde inhaltlich unverändert angenommen.

Die Leistungsklassen für die Umsetzung des Network Codes RfG in Deutschland liegen demnach künftig bei:

  • Typ D: P ≥ 45 MW (entspricht S ≥ 50 MVA)
  • Typ C: P ≥ 36 MW (entspricht S ≥ 40 MVA)
  • Typ B: P ≥ 135 kW (entspricht S ≥ 150 kVA)

Zum Hintergrund

Die von Stromerzeugungsanlagen zu erfüllenden Anforderungen gemäß Network Code „Requirements for Generators“ richten sich nach Leistungsklassen, die auf der Spannung am Netzanschlusspunkt und der Maximalkapazität P beruhen. Die zugehörigen Schwellenwerte dürfen nicht über dem im NC RfG genannten oberen Grenzwert liegen, wobei eine nationale Anpassung des im NC RfG genannten Grenzwertes nach unten erfolgen darf. Die nationalen Anforderungen für Erzeugungsanlagen in Deutschland orientieren sich an den Spannungsebenen. Ziel war daher eine Anpassung der Schwellenwerte des NC RfG an die üblichen Spannungsebenen.

VDE|FNN hatte dazu im Sommer 2016 einen Vorschlag erarbeitet und öffentlich konsultiert. Dieser Vorschlag wurde dann von den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Die Bundesnetzagentur folgte jetzt diesem Vorschlag.

Die Festlegung der Leistungsklassen hat Auswirkungen auf die Anforderungen, die künftig an Kundenanlagen unterschiedlicher Größe gestellt werden. Diese Anforderungen werden bei VDE|FNN derzeit in neuen Technischen Anschlussregeln für die verschiedenen Spannungsebenen erarbeitet.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite über die Leistungsklassen.