Elektromobilität und Energiewende können voneinander profitieren und das Stromnetz unterstützen.
07.11.2018 Publikation 186 0

Elektromobilität flächendeckend ermöglichen mit dem Stromnetz als Backbone

Ohne Strom keine Elektromobilität, das ist klar. Aber wie wirkt sich der Aufschwung von E-Mobilität auf unser Stromnetz aus? Und welche Rolle spielen E-Fahrzeuge dabei, die Energiewende zu meistern? In einer Position liefert VDE|FNN Lösungen für eine vorausschauende, kostengünstige und netzdienliche Integration von E-Mobilität.

Die Auswirkungen auf das Stromnetz können bei Millionen von Elektroautos enorm sein. Mit der Zahl an E-Fahrzeugen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese gleichzeitig, zum Beispiel am Feierabend oder durch marktpreisabhängige Ladevorgänge, geladen werden und die Ladeleistungen ein kritisches Maß überschreiten. Gleichzeitiges Laden kann je nach Ladeleistung und Fahrzeuganzahl daher zu kritischen Situationen im Stromnetz führen.

VDE|FNN fordert, dass Ladestationen dreiphasig angeschlossen werden – wie beispielsweise moderne Induktionsherde. Zudem gilt: Wer eine Ladestation mit mindestens 3,6 Kilovoltampere Leistung installieren will, muss sie beim Betreiber des örtlichen Stromnetzes anmelden. Denn Elektroautos können das Netz durch ihre hohen Ladeleistungen beim Stromtanken zusätzlich belasten. Erfolgt eine Anmeldung beim Netzbetreiber, kann dieser das Netz sicherer planen. Kunden profitieren von einem leistungsgerechten Anschluss ihrer Ladestation und einer weiterhin zuverlässigen Stromversorgung.

Schließlich können E-Autos den Effekt der Gleichzeitigkeit mindern, indem die Fahrer die Batterien flexibel laden lassen. Flexibles Laden heißt zeitversetztes Laden. Damit wird das Stromnetz entlastet und das bei gleichbleibendem Komfort. Denn wichtig ist vor allem, dass die Batterie am nächsten Morgen ausreichend geladen ist. Flexibles Laden ist etwa dann sinnvoll, wenn die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz sehr hoch ist. Es vermeidet zudem, dass viele Autos gleichzeitig laden und dadurch Engpässe entstehen. Elektroautos könnten im Ziel sogar einen Beitrag für die im Rahmen der Energiewende dringend benötigte Flexibilität bereitstellen. Denn auch mit viel „grünem“ Strom aus Windkraft- und Solaranlagen gilt: Zu jedem Zeitpunkt muss im Netz so viel Strom erzeugt wie verbraucht werden.

Mit einem Online-Magazin bereitet VDE|FNN das Thema auch verbrauchergerecht auf. Besuchen Sie uns auf backbone.vde.com.

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FNN-Position "Das Stromnetz ist Backbone für E-Mobilität"

Veröffentlichungsdatum 07.11.2018
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