Gleichzeitige_Ladevorgänge
30.09.2020 Studie

Ansturm auf Studien-Ausschreibung

Die Aussicht, sich an der FNN Studie zur Ermittlung von Gleichzeitigkeitsfaktoren für private Ladeeinrichtungen für E-Fahrzeuge beteiligen zu können, stieß auf große Resonanz. 17 Unternehmen bewarben sich für eine Mitarbeit. Durchgesetzt hat sich die Consentec GmbH.

Netzbetreiber müssen bei der Auslegung der Stromnetze das Verhalten der Kunden und Gleichzeitigkeiten berücksichtigen. Durch neue leistungsstarke Verbraucher und die Möglichkeit der Steuerung wird sich die Belastung der Netze ändern und die Netze müssen künftig anders ausgelegt werden. Mit der nun startenden FNN Studie zur Ermittlung von Gleichzeitigskeitsfaktoren sollen konkrete Werkzeuge erstellt und Rechenwerte ermittelt werden, die den Einfluss von Bedarfsladen und regelmäßigem Laden von Elektroautos im privaten Bereich abbilden.

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Florian Regnery
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Partner mit langjähriger Expertise

Im Zuge der Vergabe haben wir 17 Bewerbungen ausgewertet, wobei die Auswahl nicht leicht fiel. Durchgesetzt hat sich am Ende die Consentec GmbH, da sie unter anderem jahrelange Erfahrungen mit Auswirkungen der Elektromobilität auf die Stromnetze hat. Durch die Unterstützung zahlreicher Netzbetreiber bei der Prognose von Lastzuwächsen und die Untersuchung der Auswirkungen auf die künftige Netzbelastung und den resultierenden Netzausbaubedarf sind sie der perfekte Partner, um ein praxisnahes Werkzeug für Netzplaner zu erstellen.

Ab Oktober 2020 startet die Zusammenarbeit. Im Sommer 2021 wird dann bereits mit einem Werkzeug und der Veröffentlichung der Studie gerechnet.

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Zielsetzung der Studie

Um Netzbetreibern eine Planungshilfe beim Auslegen des Stromnetzes zu bieten, sind im Zuge dieser FNN Studie konkrete Werkzeuge und Rechenwerte zu erstellen. Es sollen dabei der Einfluss von Bedarfsladen und regelmäßigem Laden auf die Gleichzeitigkeitsfaktoren und Leistungsannahmen bestimmt werden.

Aufgabenstellung der Studie

Die Studie soll private Ladeinfrastruktur für Individualverkehr in der Mittel- und Niederspannungsebene betrachten. Der Fokus liegt dabei auf dem ungesteuerten Laden, da dies derzeit am besten vorausschaubar ist und einen ungünstigen Fall darstellt. Anhand der Ergebnisse soll für Netzbetreiber hergeleitet werden, welche Maßnahmen Anwendung finden müssen.

Dabei sollen Gleichzeitigkeitsfaktoren in Abhängigkeit von der Anzahl der Ladeeinrichtungen und deren Typ bestimmt werden. Der Vorteil ist, dass ein Verteilnetzbetreiber dann die Auslegung der Netzbetriebsmittel und die Netzgestaltung (abhängig von bekannter oder prognostizierter Ladeinfrastruktur in seinem Netzgebiet) selbst auswählen kann. Dazu muss für die Netzauslegung ein hinreichend ungünstiger Fall angenommen werden, der sich aus der stochastischen Überlagerung der einzelnen Ladevorgänge ergibt. Somit steigt (oder sinkt bei Bezug auf die installierte Leistung) die erforderliche Auslegungsleistung erst bei einer Durchmischung einer größeren Zahl von Ladeeinrichtungen nur noch mit dem Erwartungswert der Ladeleistung.

Ein konkreter Output der Studie soll beispielsweise eine Diagrammsammlung sein, die das Ablesen von Gleichzeitigkeitsfaktoren ermöglicht. Im Rahmen eines Angebotes können zudem weitere Vorschläge für konkrete Werkzeuge eingereicht werden.

Nähere Informationen zur Aufgabenstellung und eine Grobgliederung sind dem Studiensteckbrief zu entnehmen. Zu beachten sind zudem die ergänzenden Festlegungen zur Studienvergabe.

Noch mehr E-Mobilität und Netz