Spannungsfestigkeit Spannungsüberhöhungen
21.06.2018

Studie Spannungsfestigkeit bei zeitweiligen Spannungsüberhöhungen

VDE FNN Studie untersucht, wie sich kurzzeitige Überschreitungen der maximal zulässigen Betriebsspannung auf Betriebsmittel auswirken und schließt damit eine Lücke.

Einordnung

Energiewende sowie neue Verbrauchs- und Erzeugungsanlagen verändern das Energiesystem und fordern die Netze heraus. Damit die hohe Versorgungszuverlässigkeit sichergestellt bleibt, werden die Netze sowohl ausgebaut als auch Grenzen im Betrieb stärker ausgenutzt – auch bei der Spannung. Die Vorgaben in den Europäischen Network Codes und in den abgeleiteten VDE-Anwendungsregeln berücksichtigen die Veränderungen im System und in den Netzen und lassen etwa zeitlich begrenzte Überschreitungen der maximal dauernd zulässigen Spannung zu. Ob die Betriebsmittel in bestehenden Netzen diesen Vorgaben gerecht werden können, hat VDE FNN in der neuen Studie „Spannungsfestigkeit“ untersucht.

Funktion und Alterung von Betriebsmitteln

In der Studie zeigt VDE FNN, unter welchen Bedingungen ein zuverlässiger Netzbetrieb mit temporär höheren Spannungen als die maximal zulässige Spannung für Betriebsmittel (Um) im Verteil- und Übertragungsnetz möglich ist. Dabei geht es um die Frage, wie sich kurzzeitige Spannungen höher als Um auf die Funktion und die Alterung von folgenden Betriebsmitteln auswirken:

  • Freileitungen
  • Schaltanlagen und Schaltgeräte
  • Strom- und Spannungswandler
  • Leistungstransformatoren und Drosselspulen
  • Überspannungsableiter
  • Kabelanlagen

Ergebnisse in Kürze

  • Kein dauerhafter Betrieb mit erhöhter Spannung zulässig
  • „Reserven“ können, aufgrund der Vorgaben in den Normen, in den Betriebsmitteln vorhaben sein
  • Netzbetreiber müssen eigenverantwortlich prüfen, ob BM einem Betrieb 1,05 Um genügen und entsprechende Vorgehensweise festlegen

Die Studie ist im VDE-Shop für FNN-Mitglieder kostenlos erhältlich.