Annahmeprüfung
28.09.2016 331 0

Annahmeprüfungen sichern Qualität bei Elektrizitätsmesstechnik

FNN-Leitfaden für die „Annahmeprüfung von Elektrizitätsmessgeräten und Zusatzeinrichtungen“ hilft bei der Anwendung neuer Prüfnormen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Annahmeprüfungen stellen sicher, dass nur qualitativ hochwertige Messgeräte mit möglichst langer Nutzungszeit zum Einsatz kommen.
  • Der Anwendungsbereich des Leitfadens umfasst Prüfverfahren für elektromechanische und digitale Zähler, Zusatzeinrichtungen und Messwandler.
  • FNN-Leitfaden schafft einheitliche und transparente Rahmenbedingungen für die Annahmeprüfung.

Das neue Mess- und Eichrecht regelt das Inverkehrbringen von Messgeräten durch Konformitätsbewertungsverfahren der Gerätehersteller. Der Messstellenbetreiber muss bei der Beschaffung neuer Messgeräte dafür Sorge tragen, dass sie die Anforderungen an Messrichtigkeit und Bestellkonformität erfüllen. Eine Grundlage dafür ist der FNN-Hinweis "Leitfaden für die Annahmeprüfung von Elektrizitätsmesssystemen".

Ziel des Leitfadens ist es, sowohl den Käufern als auch Lieferanten klare und einheitliche Rahmenbedingungen für Annahmeprüfungen zu geben. Gleichzeitig hilft er bei der Anwendung der Normenreihe "Wechselstrom-Elektrizitätszähler-Annahmeprüfung" (DIN EN 62058). Diese definiert die Entnahme von Zufallsstichproben bei zu prüfenden Warenlieferungen.

Der Leitfaden erläutert alle Arbeitsschritte der Annahmeprüfung, angefangen bei der Losbildung und Auswahl einer Stichprobe über messtechnische und mechanische Prüfungen bis hin zur Auswertung. Er enthält auch Checklisten für die Wareneingangskontrolle, für die Prüfung der äußeren und inneren Beschaffenheit der Geräte und ihrer Funktionen. Ziel ist es, dass die Prüfungen automatisiert mittels Softwarelösungen der Prüfmittelhersteller durchgeführt und ausgewertet werden.

Zielgruppen

  • Messstellenbetreiber: wichtige Arbeitsgrundlage, um Annahmeprüfung nach geltenden Normen und technischen Vorschriften durchzuführen
  • Hersteller: profitieren von einheitlichen Rahmenbedingungen, da sie auf einer nachvollziehbaren und unparteiischen Grundlage erfolgen

Die Prüfungen können beim Käufer (also dem Messstellenbetreiber), beim Gerätehersteller oder bei anderen Marktteilnehmern stattfinden.

Nutzen

Durch konsequente Anwendung des Leitfadens bei der Annahmeprüfung wird sichergestellt, dass nur qualitativ hochwertige Messgeräte zum Einsatz kommen. Daraus resultiert eine geringe Ausfallquote im Betrieb und eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Verlängerung der Eichfrist durch das amtliche Stichprobenverfahren.

 

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