Stromleitungskreuzungen
16.07.2018 3410 0

Richtlinien für Stromleitungskreuzungen

Aktualisiertes Regelwerk vereinfacht Baumaßnahmen an Kreuzungen von Stromleitungen der öffentlichen Versorgung mit Anlagen der Deutschen Bahn.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Stromleitungskreuzungsrichtlinien sind Grundlage für Kreuzungen von Starkstromleitungen und Anlagen der Deutschen Bahn 
  • VDE|FNN hat den technischen Teil gemeinsam mit der DB Netz AG überarbeitet 
  • Mit bahninternen Richtlinien und anderen Sparten (Gas, Wasser) harmonisiert

Stromnetzbetreiber sind bei Bau und Betrieb ihrer Netze häufig auf die Mitbenutzung bzw. Kreuzung von Bahngelände angewiesen. Bei den Kreuzungen von Stromleitungen der öffentlichen Versorgung mit Geländen oder Leitungen der Deutschen Bahn sind vielfältige rechtliche und technische Vereinbarungen zu treffen. Damit sich Leitungsbauprojekte schnell und kostengünstig umsetzen lassen, sind klare Regeln zwischen allen Beteiligten nötig. Sie gelten für alle Kreuzungen zwischen Starkstromleitungen (Frei- und Kabelleitungen) der öffentlichen Stromversorgung und Bahngelände. Die technischen Themen der Stromleitungskreuzungsrichtlinie wurden unter Federführung des VDE|FNN umfassend überarbeitet und sind Teil der Vereinbarung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Deutschen Bahn AG.

Eindeutige Regeln für alle Beteiligten

  • Bau, Änderung, Instandsetzung und Beseitigung einer Stromleitungskreuzung werden definiert, der Ablauf des Gesamtprozesses wird eindeutig beschrieben und Fristen geregelt.
  • Künftig kann die Beantragung der Betriebs- und Bauanweisung der Deutschen Bahn AG (Betra) bereits parallel zum Zustimmungsverfahren erfolgen, wenn der Bautermin bekannt ist.
  • Ansprechpartner bei der Deutschen Bahn AG werden benannt und Abläufe grafisch dargestellt.
  • Erstmalig werden die schotterlose Schienen-Oberbauweise „Feste Fahrbahn“ und die neuesten Techniken bei Rohrvortriebsverfahren einbezogen. Auch Seilrollensysteme – im Freileitungsbau verwendete gerüstfreie Schutzmaßnahmen beim Seilzug – finden dem Stand der Technik entsprechend Berücksichtigung.
  • Die Unterlage ist mit bahninternen Richtlinien und anderen Sparten  wie z. B. Gas und Wasser harmonisiert.
  • Parallel zum Inhalt wurde auch die Struktur des technischen Teils überarbeitet und erstmals modular gestaltet. Die einzelnen Bausteine des Dokuments entsprechen nun den realen Planungs- und Umsetzungsphasen einer Stromleitungskreuzung.

Zielgruppen

  • Netzbetreiber: können mit einem anwenderfreundlichen Regelwerk arbeiten, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht
  • Ingenieurbüros: profitieren von der modularen Struktur der neuen SKR, die den realen Planungs- und Umsetzungsphasen entspricht
  • Unternehmen der Deutsche Bahn AG: profitieren von eindeutigen Abläufen und beschleunigten Prozessen

Nutzen und Verbesserungen

Die Neufassung der Stromleitungskreuzungsrichtlinien (SKR 2016, die Nomenklatur der DB AG ist Ril 878) wurde sowohl im rechtlichen als auch im technischen Teil umfassend überarbeitet und löst die bisher gültige Fassung aus dem Jahr 2000 ab. Sie gelten gleichermaßen für Netzbetreiber und ihre Ingenieurbüros als auch für die Konzernunternehmen der Deutsche Bahn AG. Damit werden Prozesse und Baumaßnahmen beschleunigt.

Downloads

Infoblatt

Veröffentlichungsdatum 15.01.2016
PDF: 163 KB

Was hat sich geändert?

Veröffentlichungsdatum 12.02.2016
PDF: 344 KB

Vergütungen neu seit 01.07.17

Veröffentlichungsdatum 01.07.2017
PDF: 73 KB
Fallback ZIP

Antragsformulare zur SKR 2016

Veröffentlichungsdatum 16.07.2018
ZIP: 122 KB

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