Studie zu VDE|FNN Störungsstatistiken 2004 – 2011, um Verfügbarkeiten eingesetzter Betriebsmittel einzuschätzen.
25.10.2017 164 0

Studie "Ermittlung von Eingangsdaten zur Zuverlässigkeitsberechnung aus der FNN-Störungsstatistik"

Die Prognosegenauigkeit der Versorgungszuverlässigkeit der Stromnetze steht und fällt mit der Aktualität und Belastbarkeit von Daten zur Verfügbarkeit der Betriebsmittel. Eine Studie wertet diese Daten aus den FNN-Verfügbarkeits- und Störungsstatistiken für die Berichtsjahre 2004-2011 aus.

Ein großer Nutzen der FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik besteht in den umfangreichen Daten zum Störungsgeschehen in den deutschen Stromnetzen über viele Jahre. Eine wesentliche Grundlage für die Ableitung weiterführender Aussagen hieraus, ist die längerfristige Störungserfassung auf Basis eines ähnlichen Schemas. Die Ermittlung von Eingangsdaten zur Zuverlässigkeitsberechnung stellt dabei einen bedeutenden Mehrwert der FNN-Störungsstatistik dar.

Um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern ist eine entsprechende Weiterentwicklung der Netze erforderlich. Hierdurch ergeben sich Änderungen in der Netztechnik und im Netzbetrieb. Es wird daher umso wichtiger, das Störungsgeschehen im Netz zu monitoren und auszuwerten, um frühzeitig evtl. Handlungsbedarf zu identifizieren. Genau an dieser Stelle setzt die Studie "Ermittlung von Eingangsdaten zur Zuverlässigkeitsberechnung aus der FNN-Störungsstatistik" an. Für die überwiegend im Einsatz befindlichen Betriebsmittel auf den entsprechenden Spannungsebenen und für die unterschiedenen Sternpunktbehandlungen werden hinreichend belastbare Zuverlässigkeitskenndaten ermittelt. Die Studie wurde von der Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und Stromwirtschaft (FGH) zusammen mit dem Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen durchgeführt und von VDE|FNN begleitet. Sie basiert auf Daten der FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistiken der Jahre 2004 bis 2011.

Da die deutschen Netze der allgemeinen elektrischen Energieversorgung bereits eine hohe Versorgungszuverlässigkeit aufweisen, ist das Störungsgeschehen in einigen Spannungsebenen nur sehr gering. Daher liegen in Einzelfällen nur kleine Grundgesamtheiten und Ereigniszahlen vor. In diesen Fällen werden die ermittelten Zuverlässigkeitsdaten jedoch zunehmend unsicher, so dass bei ihrer Anwendung Sensitivitätsanalysen empfohlen werden. Hier kann ggf. auch Abhilfe geschaffen werden durch eine international erweiterte, aber dennoch hinreichend homogene Datenbasis, so dass der mögliche Wertebereich der Zuverlässigkeitsdaten weiter eingeschränkt werden kann.

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