Hochspannungsleitung Reuter-Charlottenburg_Bild 1
2014 Norbert Gilson
17.07.2020

Hochspannungsleitung Reuter–Charlottenburg

Großer Spreering, 13599 Berlin-Siemensstadt

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VDE-Ausschuss Geschichte der Elektrotechnik
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Die bereits 1978 zur Kupplung der Berliner Kraftwerke »Reuter« und Charlottenburg errichtete und zum größten Teil als Freileitung ausgeführte 380 kV-Verbindung wurde 1994 in den Ausbau der »380 kV-Transversale« einbezogen, die seit dem Anschluss Berlins an das westeuropäische Verbundnetz die beiden Einspeisepunkte - die Umspannwerke Teufelsbruch (im Nordwesten Berlins) und Neuenhagen (östlich von Berlin) - miteinander verbindet. Die Leitung ist somit ein bedeutendes Dokument für die Einbeziehung Berlins in das europäische Stromverbundsystem.

Beschreibung


erbaut: 1978

Die 380 kV-Freileitung führt von der Schaltanlage des Kraftwerks Reuter, der ältesten in SF6-Technik ausgeführten Schaltanlage in Deutschland, in Richtung Osten bis zu einem Endmast zwischen Fürstenbrunner Weg und der Stadtautobahn A 100 an der Rudolf-Wissell-Brücke. Die Leitung ist heute Teil der »380 kV-Transversale«, die seit dem Anschluss Berlins an das Verbundnetz vom Umspannwerk Teufelsbruch im Norden von Spandau bis zum Umspannwerk Neuenhagen bei Berlin (Landkreis Märkisch-Oderland) quer durch Berlin aufgebaut worden ist. Mit Ausnahme des Freileitungsstücks zwischen Reuter und Endmast besteht die 380 kV-Verbindung aus ölgekühlten Erdkabeln, die in mehreren unterirdischen, begehbaren Tunnelabschnitten verlegt sind.


Die 380 kV-Freileitung führt von der Schaltanlage des Heizkraftwerks Reuter-West zunächst in Richtung Spree (Fotos 1 und 2) und zum Umspannwerk des Kraftwerks Reuter (ehemals Kraftwerk West). Von dort aus führt die Trasse weiter nach Osten am nördlichen Ufer der Spree entlang bis zur Rohrdammbrücke (Foto 3). Östlich der Rohrdammbrücke kreuzt die Leitung die Spree und anschließend die Trasse der 110 kV-Leitung Reuter - Charlottenburg (Fotos 4 und 5), bevor sie am Endmast in das Erdkabel übergeht.

Die 380 kV-Freileitung vom Heizkraftwerk Reuter-West zum Endmast an der Stadtautobahn und die 110 kV-Freileitung vom Umspannwerk Reuter zum Endmast bei der Rudolf-Wissell-Brücke sind zusammen mit der 110 kV-Freileitung von der Werderstraße zum Umspannwerk Berlin-Teufelsbruch und der 380 kV-Leitung vom Umspannwerk Teufelsbruch nach Wolmirstedt die einzigen Hochspannungs-Freileitungen im einstigen West-Berlin.
 
Informationsstand: 31.12.2014
Schlagworte: Elektrizitätsübertragung / -verteilung; Hochspannungsmast / -leitung; Energy; Energie; Energienetze
Stichworte: 380-kV-Freileitung; Schaltanlage Heizkraftwerk Reuter-West; Umspannwerk Kraftwerk West; SF6-Technik; Endmast; Fürstenbrunner Weg; Stadtautobahn A 100; Rudolf-Wissell-Brücke; 380-kV-Transversale; Umspannwerk Teufelsbruch; Umspannwerk Neuenhagen bei Berlin; ölgekühltes Erdkabel

Quelle(n)

  • Heinrich Tepasse, Stadttechnik im Städtebau Berlins. 20. Jahrhundert. Kompendium Stadttechnikgeschichte: Wasser und Abwasser, Gas, Strom und Fernwärme, Berlin 2006


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