Armin Schnettler

Prof. Dr. Armin Schnettler ist neuer VDE Präsident. 

| VDE / Anja Rottke
01.07.2020 Pressemitteilung

Prof. Dr. Armin Schnettler neuer VDE Präsident

Der CEO New Energy Business bei Siemens Energy setzt den Schwerpunkt seiner Präsidentschaft auf Safety, Security und Sustainability. 

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Pressesprecherin

Prof. Dr. Armin Schnettler (57 Jahre) ist neuer VDE Präsident. Schnettler, CEO New Energy Business bei Siemens Energy, tritt damit turnusgemäß die Nachfolge von Dr. Gunther Kegel, CEO der Pepperl + Fuchs AG, an, der als Präsident zum ZVEI (Zentralverband der Elektroindustrie) wechselt. Kegel ist damit stellvertretender VDE Präsident. Weiterer stellvertretender VDE Präsident ist Alf Henryk Wulf, Aufsichtsratsmitglied der Software AG. Schnettler ist seit vielen Jahren im VDE aktiv und trieb als Vorstandsmitglied der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (VDE ETG) maßgeblich die Themen Energieversorgung der Zukunft und Netzausbau voran. „In meiner Amtszeit als VDE Präsident möchte ich den VDE noch stärker auf die Themen der Nachhaltigkeit und ‚Energy of the Future‘ sowie Safety und Security ausrichten. Ich freue mich, dass ich im Netzwerk VDE zusammen mit mehr als 100.000 ehrenamtlichen Experten und 1.500 Unternehmen Technologien für eine lebenswerte Zukunft vorantreiben kann. Gemeinsam streben wir an – und ich habe keinerlei Zweifel daran, dass uns das auch gelingen wird – DER neutrale und kompetente technisch-wissenschaftliche Partner für die Industrie, die Politik und insbesondere die Gesellschaft zu werden“, umreißt der neue VDE Präsident seine Ziele.

Armin Schnettler studierte und promovierte in der Elektrotechnik an der Universität Dortmund. Nach seiner Promotion wechselte der neue VDE Präsident 1992 zu ABB, wo er verschiedene Positionen bekleidete. Von 1998 bis 2000 zeichnete er als Mitglied der Geschäftsleitung der ABB, Business Area „High Voltage Substations“ in Zürich, Schweiz, verantwortlich. 2001 kehrte Schnettler zurück in die Wissenschaft und forschte bis 2018 als Leiter des Instituts für Hochspannungstechnik an der RWTH Aachen. Von 2003 bis 2013 war er parallel zu seinem Engagement im VDE Vorstand der Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und Stromwirtschaft. 2013 trat der gebürtige Hagener in den Siemens Konzern ein. Als Senior Vice President leitete er von 2013 bis 2015 den Bereich „New Technology Fields“ bei der Siemens AG Corporate Technology. Von 2016 bis 2020 stieg Schnettler als Leiter der „Konzernforschung Energie und Elektronik“ bei der Siemens AG auf. Seit 2020 ist er Executive Vice President und begleitet als CEO New Energy Business bei Siemens Energy den Börsengang.

Siemens und der VDE

Ohne Werner von Siemens gäbe es heute den VDE wahrscheinlich nicht. Die Elektrotechnik erlebt im 19. Jahrhundert einen turbulenten Aufschwung. Um die Interessen der Branche auf nationaler Ebene in einer schlagkräftigen Organisation zu bündeln, schlägt Werner von Siemens 1879 vor, einen eigenen Verband ins Leben zu rufen: Den VDE. 

Seit seiner Gründung besteht zwischen Siemens und dem VDE eine enge Verbindung: Angefangen bei Wilhelm von Siemens und Emil Budde haben leitende Siemens-Mitarbeiter immer wieder maßgeblich die Arbeit der Normungsausschüsse geprägt. Häufig wechseln sie dann auch an die Spitze des VDE. In dieser Tradition stehen beispielsweise die Siemens-Ingenieure Karl Küpfmüller, Ulrich Haier oder Dietrich Ernst, die den VDE für jeweils zwei Jahre in den 1950er-, 1970er- und 1980er-Jahren leiten. Mit Prof. Dr. Armin Schnettler leitet nun ein weiterer "Siemensianer" den VDE. Lesen Sie hier mehr über die Gründung des VDE und die enge Verbindung des Industriekonzerns und der Technologieorganisation. 

Der neue VDE Präsident Prof. Dr. Armin Schnettler im Interview

Interview Schnettler Vorschau - Bild
30.06.2020 Video

Prof. Dr. Armin Schnettler, CEO New Energy Business bei Siemens Energy, ist ab 1. Juli 2020 neuer VDE-Präsident. Im Interview spricht er über seine Ziele für seine Amtszeit, die Bedeutung von Normen, die Rolle junger Talente, den Wandel der Energieversorgung mit der Rolle der Wasserstoffwirtschaft und die Akzeptanz von Wasserstoffanwendungen.

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