Innovation Hub-Gewinner 2019 - Bild

Gewinner des FNN-InnovationHub 2019: Dominik Ganswohl (Mitte) von gridX sowie Dr.-Ing. Tobias Falke (links) und Armin Fatemi von envelio.

| VDE|FNN
15.05.2019 Pressemitteilung 353 0

VDE|FNN zeichnet fünf Start-ups für ihre Ideen zur Digitalisierung der Energiewende aus

Mit dem neuen Start-up-Wettbewerb „FNN-InnovationHub“ unterstützt VDE|FNN Jungunternehmen mit Preisen in Höhe von insgesamt 12.000 Euro. 25 Start-ups nahmen am FNN-InnovationHub teil. Die Preisverleihung fand am 15. Mai 2019 auf dem VDE|FNN-Fachkongress Zählen – Messen – Prüfen (ZMP), der Leitveranstaltung zur Kommunikationsplattform für die Energiewende, in Leipzig statt. 

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Pressesprecherin

Die Digitalisierung der Energiewende schreitet voran und im Smart Grid werden immer mehr Anlagen und Akteure miteinander vernetzt. Das erfordert von allen Marktpartnern Innovationen in der Breite umzusetzen. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) hat deshalb den Start-up-Wettbewerb FNN-InnovationHub, unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), ins Leben gerufen. Heute hat VDE|FNN auf der ZMP in Leipzig erstmals fünf Start-ups mit herausragenden Ideen zu Digitalisierung, Stromnetz und intelligentem Messsystem mit Geldpreisen in Höhe von insgesamt 12.000 Euro ausgezeichnet. Die Jury mit Vertretern von VDE|FNN, BMWi, Sponsoren und anderen Unternehmen aus dem Energiesektor wählte dabei unter 25 Bewerbungen die fünf Preisträger aus, deren Geschäftsmodelle die Ziele der Energiewende besonders gut unterstützen und mit der Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung verknüpfen lassen.

Die Gewinner und ihre Lösungen:

Platz 1: gridX GmbH, München

Plattform für dezentrales Energiemanagement, mit der Energieflüsse in Gebäuden, Ladeeinrichtungen und ganzen Stadtteilen kontrolliert und gesteuert werden können; Energie-IoT-Lösungen für Independent Homes, Smart Charging und Microgrids. Zur Website von gridX

Platz 2: DCbrain, Paris

Big-Data-Lösung für Netzbetrieb, womit sich in Echtzeit Lastflüsse optimieren, Netz-Anomalien vorbeugen und Netzbetrieb simulieren lassen; Wartung von physischen Netzwerken. Zur Website von DCbrain

Platz 3: envelio GmbH, Köln

Software-Assistenzsystem für Verteilnetzbetreiber, um Netzplanung und Betriebsführung zu digitalisieren und automatisieren. Zur Website von envelio

Platz 4: enisyst GmbH, Pliezhausen

Lösungen zur intelligenten Steuerung von Wärme-, Kälte- und Stromerzeuger; Prognosetools für Wetter und Lasten erlauben intelligentes Last- und Speichermanagement. Zur Website von enisyst

Platz 5: Enit Energy IT Systems GmbH, Freiburg

Energiemanagement-System für die mittelständische Industrie, mit dem Verbräuche erfasst, analysiert und visualisiert werden und die betriebswirtschaftlich relevante Größe Energie optimiert werden kann. Zur Website von Enit Energy IT Systems

Teilnahmequote übertraf Erwartungen

Beim ersten FNN-InnovationHub hat sich der Großteil aller europäischen Start-ups beworben, die im Smart Grid tätig sind. „Von diesem regelrechten Bewerberansturm sind wir überwältigt“, freut sich Heike Kerber, Geschäftsführerin VDE|FNN. „Genau diese Ideen der Start-ups machen Potenzial und Nutzen der Kommunikationsplattform sichtbar. Mit den Innovationen der Jungunternehmer kommen wir ein großes Stück voran.“ Gerlind Heckmann, Leiterin der Unterabteilung III C Netze in der Abteilung III Energiepolitik – Strom und Netze beim BMWi, unterstreicht: „Der Wettbewerb wird dazu beitragen, die angedachten Unternehmenslösungen noch stärker am Smart-Meter-Gateway auszurichten und Entwicklungspartnerschaften zu gründen. Darin liegen große Chancen.“ 

Die erste Wettbewerbsrunde unterstützen die Unternehmen Stromnetz Berlin und PPC Power Plus Communications. Die zweite Runde des FNN-InnovationHub wird im Rahmen des FNN-Kongress Netze 2019, vom 4. bis 5. Dezember in Nürnberg, stattfinden.

Mit der Kommunikationsplattform für die Energiewende im Smart Grid steuern 

Neben den Geldpreisen präsentieren sich die erst- bis drittplatzierten Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen auf der ZMP vor den rund 800 Kongressteilnehmern auf der Bühne und in der Fachausstellung. Im Mittelpunkt des zweitätigen ZMP-Kongresses, der vom 15. bis 16. Mai 2019 unter dem Motto „Tschüss Labor, hallo Welt!“ stattfindet, steht die Markteinführung der Kommunikationsplattform für die Energiewende. Damit soll im Smart Grid kommuniziert und gesteuert werden, um etwa den Bedarf an Flexibilisierung in der künftigen Energiewelt zu decken und zusätzlichen Netzausbau im Mittel- und Niederspannungsnetz zu reduzieren. In Vorträgen, Diskussionen und in der Ausstellung wird insbesondere erörtert, wie die Steuerbarkeit technisch sicher umgesetzt werden kann. Dazu sind Spielregeln für alle Akteure unabdingbar, ebenso wie Standardisierung und Regelsetzung, um wirtschaftlich sinnvolle Lösungen zu schaffen. Die Kongressteilnehmer betonen, dass jetzt Anwendungen, Produkte und Geschäftsmodelle rund um die Plattform zügig für Kunden realisiert werden müssen. Des Weiteren sei es wichtig, die zahlreichen Aktivitäten von Behörden, Industrie und Verbänden auf gemeinsame Prioritäten auszurichten und so die gesteckten Ziele zu erreichen.

Die ZMP ist der größte bundesweite Fachkongress zu allen Fragen rund um die Kommunikationsplattform für die Energiewende und die Themen Zählen, Messen und Prüfen. Der Kongress findet alle zwei Jahre statt – der nächste vom 28. bis 29. April 2021 in Leipzig.

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06.05.2019 TOP

Die Energiewende ist eine Generationenaufgabe: Bis 2050 soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf mindestens 80 Prozent steigen. Das bringt nie dagewesene Herausforderungen mit sich – aber auch einzigartige Chancen. Die Normen und Standards, die der VDE entwickelt, sind dafür Wegbereiter. Sie spielen bei allen wichtigen Zukunftsthemen eine Rolle: vom Internet of Energy (IoE) bis zur Cyber Security, bei Power2X und E-Mobility, bei Microgrids und in Smart Markets.

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