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23.06.2015 Pressemitteilung 263 0

VDE|DKE gibt neuen Leitfaden zur IT-Security für Bahnsignalanlagen heraus

Dem Schutz sensibler Systeme und Infrastrukturen – wie elektrischen Bahnsignalanlagen – vor externen Zugriffen kommt eine zunehmend größere Bedeutung zu

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„Um Hackern das Handwerk zu erschweren, haben wir einen Leitfaden für die IT-Sicherheit elektrischer Bahnsignalanlagen auf Grundlage der IEC 62443 erstellt“, erklärt Andreas Harner, Normungsexperte für IT-Security beim VDE. Der Leitfaden ist Teil der Vornorm VDE V 0831-104, die jetzt bei VDE|DKE durch das Arbeitsgremium „Bahn-Signalanlagen“ erarbeitet wurde. Die Vornorm beschäftigt sich mit Risiken aufgrund von möglichen externen Angriffen. „Da ein hoher Deckungsgrad mit dem Regelwerk zur Industrieautomatisierung besteht, soll die Vornorm die Nutzung von standardisierten Vorgehensweisen und Industriekomponenten erleichtern. Sie soll bestehende Regelwerke ergänzen“, so der DKE Arbeitskreisvorsitzende Hans-Hermann Bock von der Deutschen Bahn weiter. Die Veröffentlichung der Vornorm ist für August 2015 geplant.

Ende Mai trafen sich auf Einladung von VDE|DKE in Frankfurt Normungsexperten aus der ganzen Welt, um in einem Workshop zum Thema „IT-Security für die Eisenbahn-Leit- und Sicherungstechnik“ gemeinsam zu eruieren, wie elektrische Bahnsignalanlagen zukünftig noch besser geschützt werden können. „Auf Tagungen wie z. B. des Chaos Computer Clubs rücken immer mehr Eisenbahnthemen wie „Hacking Train Networks“ in den Vordergrund“, warnt Prof. Dr. Jens Braband von der Siemens AG und fachlicher Tagungsleiter. Ein ausreichender Schutz vor Hackerangriffen ist daher unabdingbar.

Über die DKE:
Die vom VDE getragene DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE erarbeitet Normen und Sicherheitsbestimmungen für die Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Sie vertritt die deutschen Interessen im Europäischen Komitee für Elektrotechnische Normung (CENELEC) und in der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Rund 3.500 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erarbeiten das VDE-Vorschriftenwerk in der DKE. Die VDE-Bestimmungen basieren heute größtenteils auf Europäischen Normen, die zu etwa 80 Prozent das Ergebnis der internationalen Normungsarbeit der IEC sind.