Großstadt mit Bürogebäuden und beleuchteten Straßen
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02.02.2018 Pressemitteilung 310 0

Smart Cities – Experten suchen weltweit gemeinsame Standards

VDE|DKE lädt internationale Expertengruppe nach Dortmund. Lösungen für Verkehr, Energie, Gesundheit, Bildung und Infrastruktur gefragt. Experten aus aller Welt erarbeiten bis zum 2. Februar in Dortmund Strukturen an Fallbeispielen.

Weltweit schreitet die Entwicklung von Mega-Städten rasant voran und verspricht Technologiekonzernen hohe Gewinne. Was die (Gewinn-)Entwicklung bislang jedoch hemmte, waren fehlende internationale Standards. Auf Initiative von VDE|DKE tauschen sich deshalb vom 30. Januar bis zum 2. Februar 2018 Experten aus aller Welt zu verbindlichen gemeinsamen Standards in Dortmund aus.

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Ob Luftverschmutzung, demographischer Wandel, der Wunsch nach einem sicheren Lebensraum oder die Energieversorgung, die Fallbeispiele aus Europa, den USA, China, Japan und Indien zeigen die Komplexität des Themas und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Region zu Region. „Im Gegensatz zu Saudi-Arabien, das für 500 Milliarden Dollar die Mega-Stadt Neom plant, entwickeln wir in Europa keine smarten Städte auf der grünen Wiese, sondern die DNA von unseren Städten weiter. Uns stellt sich die Frage, wie wir bestehende Infrastrukturen weiter entwickeln und modernisieren können“, erklärt Kevin Behnisch, Bereichsleiter Technology und Mitglied der VDE|DKE-Geschäftsführung die Problematik.

Systemsicherheit im Fokus

Mit der digitalen Urbanisierung sind große Herausforderungen verbunden. Bislang autarke Bereiche wie Energie, Mobilität, Gesundheit und Smart Living wachsen in der Smart City systemisch zusammen. Und so haben die Experten des IEC System Komitees Smart Cities immer die Interoperabilität der Systeme und die Informationssicherheit im Blick. „Vor allem das Thema Sicherheit spielt bei smarten Systemen eine große Rolle. Deshalb benötigen wir im ersten Schritt eine Referenzarchitektur, die wir für die Umsetzung und Visualisierung der systemübergreifenden Interoperabilität und IT-Sicherheit nutzen können, um so einem weltweit gemeinsamen Standard ein gutes Stück näher zu kommen“, sagt Kevin Behnisch. Über die Notwendigkeit gemeinsamer Standards sind sich bei dem Treffen alle vertretenen Nationen einig und planen schon jetzt weitere Treffen in den USA, Südkorea und Indien in diesem Jahr. Ein Prozess, den die Normungsexperten des VDE aktiv begleiten. Behnisch ist sicher, dass die Normung Smart Cities den Rahmen für eine lebenswerte Zukunft geben kann. „Zudem verhindert die Normung die Abschottung einzelner Märkte“, ergänzt er.