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27.09.2016 Pressemitteilung 85 0 TOP

IEC-Weltkongress der elektrotechnischen Normung in Frankfurt

VDE|DKE erwartet über 3.500 Gäste aus 71 Ländern zum 80th IEC General Meeting 2016. Technologieunternehmen sehen hohen Normungsbedarf bei Elektromobilität, Industrie 4.0, IT-Security, Autonomen Fahren und Erneuerbaren Energien.

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Wer die Norm macht, hat den Markt. Die International Electrotechnical Commission (IEC) repräsentiert 98 Prozent des Welthandels an elektrotechnischen und elektronischen Produkten und vereint mehr als 20.000 Experten aus aller Welt. Rekordverdächtig: Über 3.500 dieser Experten aus 71 Ländern kommen vom 10. bis 14. Oktober 2016 in Frankfurt am Main auf der 80. IEC General Versammlung zusammen, um die Weichen für die elektrotechnische Normung zu stellen und damit Innovationen voranzutreiben. Die Themen der 80. IEC Generalversammlung reichen von Industry 4.0 und Erneuerbaren Energien über Micro Grids bis zu IT-Security und Digitalisierung. Eröffnet wird der IEC-Weltkongress in der Frankfurter Festhalle am Montag, 10. Oktober 2016, von Dr. Junji Nomura, Präsident der IEC und Mitglied der Geschäftsführung von Panasonic Corporation, von Roland Bent, Vorsitzender der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE sowie Mitglied der Geschäftsführung von PHOENIX CONTACT, und von Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zuständig für Informationstechnologie und Außenwirtschaft.

Unternehmen konstatieren hohen Normungsbedarf

„Normen in der Elektro- und Informationstechnik sind eine Voraussetzung für den Exporterfolg eines Unternehmens“, sagt Michael Teigeler, Geschäftsführer von VDE|DKE und Organisator der Veranstaltung, die unter dem Motto „Connecting Communities – Reinvent Standardization“ steht. Für die Technologieunternehmen ist der Normungsbedarf groß wie eine Umfrage unter den 1.300 Mitgliedsunternehmen ergab. Der größte Bedarf besteht aktuell bei der Elektromobilität (44 Prozent), bei Smart Grid (36 Prozent), IT-Sicherheit (35 Prozent) und Industrie 4.0 (32 Prozent). Bei Batterie und Speichertechnologien (29 Prozent), dem Internet der Dinge (28 Prozent), Smart Home (24 Prozent) und Autonomes Fahren (21 Prozent) ist für die Unternehmen der Bedarf ebenso hoch. Für die Unternehmen ist es wichtig, sich in der Normung zu engagieren, denn hier ist die Globalisierung bereits Realität. Internationale Standards haben grundsätzlich Vorrang vor nationalen. Entsprechend des Exporterfolgs ist der Einfluss Deutschlands in der IEC groß. So führt Deutschland mit 35 Sekretariaten die Rangliste der in der IEC engagierten Länder an. Zum Vergleich: Die USA stellt 24 Sekretariate.

Digitalisierung revolutioniert Normung

Auch strategische Aspekte wie der Einfluss der Digitalisierung auf die zukünftige Zusammenarbeit der 20.000 Experten stehen auf der Tagesordnung des Normungsgipfels. „Bislang verlaufen die Abstimmungen in den internationalen Gremien nach dem 2.0-Prinzip. Die Experten eines Gremiums kommen an einem Ort zusammen, um eine Norm auf den Weg zu bringen“, erklärt VDE|DKE-Chef Michael Teigeler. Zwar erfolgen die Abstimmungen grundsätzlich demokratisch, die ausführlichen Diskussionen um die Abstimmung finden jedoch unter Verschluss statt. „So manches Mal wurden hinter verschlossenen Türen die Boxhandschuhe herausgeholt, um eine Einigung zu erzielen“, scherzt Teigeler. Mit innovativen Veranstaltungsformaten möchte der VDE|DKE-Geschäftsführer die Normung offener, transparenter, partizipativer und vor allem schneller machen. „Wir revolutionieren damit die gesamte Normungslandschaft. Mit dem IEC Campus und dem Reinvention Laboratory schaffen wir eine neue Umgebung für Meinungsaustausch, Diskussion und Networking ebenso für interessante Debatten zwischen Generationen und Experten aus verschiedenen Ländern“, so Michael Teigeler. Die Chancen stehen gut, dass die Boxhandschuhe zukünftig vor der Tür hängen bleiben.

Einladung für die Presse:

Wir laden Sie herzlich zur feierlichen Eröffnungsveranstaltung in der Festhalle Messe Frankfurt am Montag, 10. Oktober, 18 Uhr, ein, zu der wir führende Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie erwarten. Herzlich sind Sie auch zum Reinvention Laboratory eingeladen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Programm unter www.iec2016.org. Bei Interesse melden Sie sich bitte an bei Melanie Unseld, VDE-Pressesprecherin, unter melanie.unseld@vde.com.

Nähere Informationen unter www.vde.com, www.dke.de und www.iec2016.org