Invent a Chip Challenge 2020 Collage

In diesem Jahr fand der von BMBF und VDE ausgerichtete Wettbewerb "Invent a Chip" als "Invent a Chip Challenge" online statt, ebenso wie die Preisverleihung, in der die Sieger ausgezeichnet wurden.

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20.11.2020 Pressemitteilung

Schüler*innen erfolgreich im Online-Chipdesign

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Technologieorganisation VDE zeichnen die Sieger*innen der „Invent a Chip-Challenge“ im Rahmen einer digitalen Preisverleihung mit YouTuber RobBubble und Tech-Star Aya Jaff aus. Dank Online-Wettbewerb war das Chipdesign auch in Zeiten von Corona sicher möglich: in diesem Jahr von zuhause, anstatt im Klassenzimmer.

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In der Tech-Szene ist sie ein Star, jetzt beglückwünschte Aya Jaff die zehn Sieger*innen der „Invent a Chip-Challenge“ bei der virtuellen Preisverleihung. Mit 15 Jahren brachte sie sich selbst das Programmieren bei, heute gibt sie Börsentipps, gründete ein Start-up und arbeitete im Silicon Valley. Lust auf Technik sollen neben ihr noch mehr Jugendliche bekommen: Mit dem mehrstufigen Online-Wettbewerb zum Chipdesign, der „Invent a Chip-Challenge“, setzen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Technologieorganisation VDE im Jahr 2020 neue Akzente.

Den klassischen Verlauf des Schülerwettbewerbs „Invent a Chip“ löst im Jahr der Coronavirus-Pandemie ein neues, rein digitales Format ab. „Wir freuen uns, dass wir bei unserer virtuellen Preisverleihung viele engagierte junge Menschen auszeichnen können. Sie haben das digitale Abenteuer gewagt und damit zum Erfolg der Challenge beigetragen“, sagt der CEO des VDE, Ansgar Hinz. Die Schülerinnen und Schüler tüftelten sicher zu Hause am PC an den komplexen Themen der Mikroelektronik und machten im viermonatigen Online-Wettbewerb erste Schritte im Chipdesign.

Die vielseitigen Aufgaben dieser 19. Wettbewerbsrunde von „Invent a Chip“ entwickelte das Institut für Mikroelektronische Systeme an der Universität Hannover. „Ausgehend von einfachen logischen Gattern ging es darum, einen komplexen Sekundenzähler zu entwickeln. Die Challenge gliederte sich dafür in fünf Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad“, sagt Koordinator Nicolai Behmann. Das Besondere: Es ging nicht um die Entwicklung von Software oder einer App, sondern um das Design eines Mikrochips, der das Sekundenzählen in Hardware leistet.

An der Challenge konnten Jugendliche der Jahrgangsstufen 8 bis 13 von allgemein- oder berufsbildenden Schulen in Deutschland teilnehmen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek betont: „Für unser Innovationsland brauchen wir die klügsten und kreativsten Köpfe! In unseren Schülerinnen und Schülern steckt viel erfinderisches Potenzial. Das zeigt der Wettbewerb ‚Invent a Chip‘ jedes Jahr aufs Neue. Mich beeindruckt dabei besonders, wie tief die Jugendlichen in die komplexe Thematik eintauchen und zu wahren Expertinnen und Experten im Chipdesign werden. Ihr Engagement für den Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viel Spaß der Umgang mit Mikroelektronik machen kann, einem der wichtigsten Zukunftsthemen für das Innovationsland Deutschland. Deshalb haben wir letzte Woche im Bundeskabinett das neue Forschungs- und Innovations-Rahmenprogramm zur Mikroelektronik für die kommenden Jahre verabschiedet. Im Wettbewerb ‚Invent a Chip‘ haben die Schülerinnen und Schüler genau das gezeigt, was wir brauchen: Kreative Ideen, Neugier auf Wissen und Lust, Neues auszuprobieren. Von so viel Erfindergeist können wir in Deutschland nicht genug haben.“ Dafür gingen die Veranstalter dieses Jahr neue Wege. YouTuber RobBubble gratulierte den Siegern: „Ich als YouTuber hätte keinen Job ohne Computer oder ohne Digitalkameras. Und ihr als Teilnehmer von Invent a Chip seid für die Zukunft dieser Technik verantwortlich. Vielleicht arbeitet ihr irgendwann am iPhone 15 mit oder an der Playstation 6. Oder an ganz neuen Dingen, die unser Leben in Zukunft besser machen.“

Dass es so kommen wird, kann sich Betreuer Nicolai Behmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Mikroelektronische Systeme an der Universität Hannover, gut vorstellen. Er lobt die Teilnehmenden: „Wer die Challenge meistert, hat viel geleistet. Das Umdenken in Hardware und Logik und diese korrekt zu beschreiben und zu überprüfen, ist sehr anspruchsvoll.“ „Vieles ging weit über klassisches Schulwissen hinaus“, ergänzt VDE CEO Ansgar Hinz. „Wir freuen uns besonders, dass die Schülerinnen und Schüler in bester Ingenieursmanier auch im Rahmen des Online-Formats effiziente Lösungen gefunden haben.“

Die zehn Sieger*innen der „Invent a Chip-Challenge“ erhalten jeweils ein Preisgeld von 500 Euro, ein eigenes, spezielles Entwickler-Board für das Chipdesign und ein Online-Tutorial sowie eine Urkunde. Zahlreiche Sponsoren unterstützen die aktuelle Wettbewerbsrunde von „Invent a Chip“: Bosch, Cologne Chip, Globalfoundries, Infineon, Mentor Graphics, Siemens, Videantis, DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.

Die Preisträger*innen im Überblick:

  • Darya Annina vom Aldegrever-Gymnasium in Soest
  • Marc Christoph Bremer vom Ratsgymnasium Stadthagen
  • Markus Gschoßmann vom Deutschherren-Gymnasium in Aichach
  • Thore Lencer vom Gustav-Freytag-Gymnasium in Gotha
  • Julius Makowski vom Friedlieb-Ferdinand-Runge-Gymnasium in Oranienburg
  • Nikolas Rieger vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd
  • Stefan Sedlmair vom Gymnasium Markt Indersdorf
  • Luca Wasmuth vom Europa-Gymnasium Warstein
  • Lorenz Wildberg von der Theresienschule in Berlin
  • Jan-Lukas Zakes von der Johann-Georg-Doertenbach-Schule in Calw

Invent a Chip: Preisverleihung 2020

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19.11.2020 Video

Am 19. November 2020 um 19:00 Uhr war es so weit: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Technologieorganisation VDE haben die Sieger*innen der Invent a Chip Challenge 2020 gekürt.

Im Video zeigen wir, wer die IaC-Challenge gewonnen und erfolgreich an den fünf Aufgaben rund um Chipentwicklung getüftelt hat. Zudem gratulieren YouTuber RobBubble und Tech-Star Aya Jaff sowie Professorin Ina Schieferdecker, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und VDE CEO Ansgar Hinz.

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