Memorandum of Understanding VDE und NGMN

VDE CEO Ansgar Hinz (links) und NGMN CEO Dr. Peter Meissner (rechts) freuen sich über die künftige Kooperation

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08.09.2016 Pressemitteilung 105 0 TOP

VDE und internationale Mobilfunkbranche schmieden Allianz für 5G

Next Generation Mobile Networks (NGMN) Alliance und VDE vereinbaren Kooperation. Das 5G-Who-is-Who trifft sich im Oktober in Frankfurt.

Die fünfte Mobilfunkgeneration - der Kommunikationsstandard 5G - wird die Welt verändern. Als erstes vorausschauendes mobiles Breitbandnetz, das selbstständig steuern und regeln kann, soll 5G jederzeit und überall die Echtzeit-Vernetzung von Milliarden von Endgeräten ermöglichen. Damit schafft 5G die Basis für das Internet der Dinge und eine Vielzahl von Anwendungen mit großem wirtschaftlichem Potenzial – von Industrie 4.0 bis zum Autonomen Fahren. Um die Standardisierung und die anschließende Implementierung von 5G voranzutreiben, haben das internationale Mobilfunk-Konsortium NGMN Alliance und der VDE in Frankfurt ein Memorandum of Understanding (MoU) über eine enge Zusammenarbeit zur Förderung von 5G unterschrieben.

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Gemeinsam 5G vorantreiben

Mit der Kooperation bündeln NGNM und VDE ihre Synergien für 5G. NGMN vertritt die Global Player der Mobilfunk- und IKT-Branche aus Asien, Europa und Nord-Amerika bei der Definition von Anforderungen der nächsten Mobilfunkgeneration. Der VDE hat mit seiner Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (VDE|ITG) die führenden wissenschaftlichen 5G-Choriphäen aus Deutschland an Bord und treibt mit seinen Normungsexperten innerhalb von VDE|DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) die 5G-Normung voran. Eine erste konkrete Zusammenarbeit mit NGMN ergibt sich über das neu geschaffene Standardization Council Industrie 4.0 (SC I 4.0) der Plattform Industrie 4.0. Das SC I 4.0 ist eine Initiative deutscher Industrieverbände und Normungsorganisationen und ist organisatorisch bei VDE|DKE angesiedelt. „Gemeinsam können wir das internationale Zukunftsprojekt 5G und Anwendungen wie Industrie 4.0 schneller zum Erfolg führen, gerade mit Blick auf Themen wie Normung und Standardisierung, Schnittstellen und Interoperabilität“, sagte der VDE-Vorstandsvorsitzende Ansgar Hinz bei der Unterzeichnung des Memorandums. „Eine zentrale Aufgabe von NGMN ist es, die globale Entwicklung eines einheitlichen 5G Standards voranzutreiben, der zahlreiche neue Dienste und Anwendungen ermöglicht. Hierzu wird die Kooperation von VDE und NGMN entscheidend beitragen“, ergänzte der NGMN CEO Dr. Peter Meissner.

Frankfurt wird zum Hub der IT-Welt

In der Woche vom 10. bis 14. Oktober 2016 treffen sich mehrere tausend Experten aus der ganzen Welt in Frankfurt, um die Weichen für die nächste Mobilfunkgeneration zu stellen: bei der NGMN Industry Conference & Exhibition am 12. und 13. Oktober und bei dem von der VDE-Normungsorganisation DKE ausgerichtetem 80. General Meeting der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) vom 10. bis 14. Oktober. Die NGMN Industry Conference & Exhibition (siehe ice2016.ngmn.org) bietet führenden Mobilfunk-Betreibern und Industrievertretern eine Plattform, die 5G Marktanforderungen, potentielle Dienste, Technologieoptionen und erste Testergebnisse sowie die entsprechende Roadmap auf dem Weg zur Markteinführung zu präsentieren und zu diskutieren. Die IEC-Generalversammlung (siehe iec2016.org) dient Experten aus aller Welt über Schwerpunktthemen zu Industrie 4.0, erneuerbaren Energien über Micro Grids und Wearables bis zu IT-Security und Digitalisierung zu beraten und zu entscheiden– immer 5G im Fokus.

Über den VDE (www.vde.com):

Der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik ist mit 36.000 Mitgliedern (davon 1.300 Unternehmen) und 1.200 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach. Die Themenschwerpunkte des Verbandes reichen von der Energiewende über Industrie 4.0, Smart Traffic und Smart Living bis hin zur IT-Sicherheit. Der VDE setzt sich insbesondere für die Forschungs- und Nachwuchsförderung sowie den Verbraucherschutz ein. Das VDE-Zeichen, das 67 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Hauptsitz des VDE ist Frankfurt am Main.

Über VDE|ITG:

Mit rund 9000 Mitgliedern zählt die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (VDE|ITG) zu den großen Fachgesellschaften im VDE. Sie vereint Experten aus Wirtschaft, Lehre und Forschung sowie Wissenschaft. Ihre Ziele sind die Weiterentwicklung der Informationstechnik sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. 1954 als Nachrichtentechnische Gesellschaft gegründet, ist sie die älteste Fachgesellschaft im VDE.

Über VDE|DKE:

Die vom VDE getragene DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE erarbeitet Normen und Sicherheitsbestimmungen für die Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Sie vertritt die deutschen Interessen im Europäischen Komitee für Elektrotechnische Normung (CENELEC) und in der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Rund 5.500 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erarbeiten das VDE-Vorschriftenwerk in der DKE. Die VDE-Bestimmungen basieren heute größtenteils auf Europäischen Normen, die zu etwa 80 Prozent das Ergebnis der internationalen Normungsarbeit der IEC sind.

Über NGMN Alliance (www.ngmn.org):

Die NGMN Allianz wurde 2006 von führenden internationalen Mobilfunkbetreibern gegründet. Ihr Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Leistungsfähigkeit und Funktionen der nächsten Generation von Mobilfunknetzen, -anwendungen und -endgeräten, die Anforderungen der Betreiber und damit auch die der Endkunden erfüllt. Die NGMN Allianz fördert und lenkt die Entwicklung zukünftiger mobiler Breitbandtechnologien mit einem inhaltlichen Fokus ihrer Arbeit auf 5G. Die Allianz wird getragen von einer starken, etablierten Partnerschaft weltweiter Telekommunikationsbetreiber, -hersteller, und -forschungsinstitute und kooperiert mit zahlreichen anderen Industrieorganisationen.