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05.09.2019 Pressemitteilung 143 0

Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik 2019 geht an Dipl.-Ing. Karin Somerlik-Fuchs von der inomed Medizintechnik GmbH

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Karin Somerlik-Fuchs

Dipl.-Ing. Karin Somerlik-Fuchs von der inomed Medizintechnik GmbH in Emmendingen freut sich über den Preis für Patientensicherheit 2019.

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Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (VDE|DGBMT) und das Aktionsbündnis für Patientensicherheit haben auch im Jahr 2019 wieder den „Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik“ vergeben. Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhält ein Team um Dipl.-Ing. Karin Somerlik-Fuchs von der inomed Medizintechnik GmbH in Emmendingen. Der zweite Preis mit einem Preisgeld von 1.500 Euro geht an Lorenz Müller von der Fachhochschule Münster. Die Übergabe der Preise erfolgt im Rahmen der Jahrestagung der VDE|DGBMT in Frankfurt am 25. September 2019.

Dipl.-Ing. Karin Somerlik-Fuchs erhält den ersten Preis gemeinsam mit Prof. Dr. med. Werner Kneist von der Universitätsmedizin Mainz und Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Hoffmann vom Fraunhofer IBMT, St. Ingbert für ihre Arbeit „Intraoperatives Neuromonitoring des autonomen Nervensystems im kleinen Becken“. Das Neuromonitoring ermöglicht es, wichtige Nerven während einer Operation zu schützen.

Für einige operative Eingriffe und Körperregionen ist das Neuromonitoring mittlerweile etablierter und evidenzbasierter Standard. Denn Operationen im Bereich von Nervenbahnen bergen grundsätzlich das Risiko von Nervenschädigungen, oft verbunden mit starker Beeinträchtigung der Lebensqualität von Patienten und hohen Folgekosten für das Gesundheitssystem. Aus Sicht des Patienten ist die Vermeidung von Nervenschädigungen ein wichtiges Handlungsfeld.

Die vorliegende Arbeit beschreibt die langjährige Etablierung eines intraoperativen Neuromonitoringsystems, ausgehend von Grundlagenuntersuchungen bis hin zur Planung einer multizentrischen Studie zur Überprüfung des klinischen Effektes. Durch die Arbeit von Somerlik-Fuchs wird es möglich, während einer Operation im kleinen Becken, wichtige Nerven, die beispielsweise für eine ordnungsgemäße Blasenentleerung, die Enddarm- oder auch Sexualfunktion zuständig sind, eindeutig zu identifizieren und vor einer unbeabsichtigten Schädigung zu schützen. Erste Studien zeigen Erfolge, welche die Reduktionen solcher patientenrelevanter Komplikationen belegen. Die Reduktion vermeidbarer unerwünschter Wirkungen durch Verwendung des von Somerlik-Fuchs und Kollegen entwickelten Systems stellt somit einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit von Patienten dar, die sich einem operativen Eingriff im kleinen Becken unterziehen müssen.

Den zweiten Preis erhält Lorenz Müller für seinen Beitrag „Patientensicherheit durch partizipative Beschaffungsprozesse in Gesundheitseinrichtungen“.

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27.02.2019

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