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30.04.2015 Pressemitteilung 34 0

Zukunft Lebensräume und AAL-Kongress präsentieren 976 Messe- und Kongressbesuchern innovatives Marktsegment

Was ist? Was wird? Assistenz-Technologien im demografischen Wandel Politik, Verbände und Wirtschaft unterstützen Veranstaltung

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Auf rund 1.000 Quadratmetern empfingen die Fachmesse Zukunft Lebensräume und der AAL-Kongress erstmals gemeinsam mehr als 976* Messe- und Kongressbesucher im Frankfurter Kongresshaus Kap Europa. Mit der Veranstaltung etablieren die Messe Frankfurt und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik – VDE – den interdisziplinären Austausch von Wohnungs-, Immobilien-, Gesundheits- und Pflegewirtschaft. Richtungsweisend sind dabei Konzepte und Technologien, die Gesundheit, Selbstständigkeit und Komfort im demografischen Wandel fördern – also den Menschen in den Fokus stellen.

„976 Messe- und Kongressbesucher und 55 Aussteller senden ein starkes Signal an die Entscheider eines sich neu formenden Marktes“, stellte der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Wolfgang Marzin, über den Erfolg von Zukunft Lebensräume und AAL-Kongress fest. „Wir freuen uns, dass diese Plattform in Frankfurt am Main ein Zuhause gefunden hat und wir mit dem VDE eine erfolgreiche Partnerschaft eingegangen sind“, so Marzin weiter. Auch Dr. Ing. Hans Heinz Zimmer, der Vorstandsvorsitzende des VDE, pointierte: „Der branchenübergreifende Verbund aus Wohnungs-, Pflege- und Gesundheitswirtschaft ist noch lange nicht an seiner Leistungsgrenze – wirtschaftlich wie technologisch. Gerade bei den aktiv-assistierenden Technologien ist es wichtig, einheitliche Standards zu schaffen.“

80 Experten fokussierten in einem eng verzahnten Konzept die komplexen Herausforderungen des demografischen Wandels. Als Modell dafür stand bereits die initiale Podiumsdiskussion - Länger gesund zu Hause -, in der sich Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V., Dr. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender Kuratorium Deutsche Altershilfe e. V. (KDA), Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, CEO Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), und Thomas Ballast, Vorstand Techniker Krankenkasse, austauschten. Die Podiumsdiskussion bildete den Auftakt für den vierzügigen Kongress mit rund 150 Fachvorträgen. Darunter aktuelle wissenschaftliche Beiträge und hochkarätig besetzte Plenarvorträge wie von Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und Karl-Josef Kuhn, Siemens New Technology.

Produkte für alle Lebensphasen
Unter Rubriken wie Smart Home, Nutzerintegration oder Mobilität stellen Wissenschaftler, Hersteller und Dienstleister Innovationen für Wohn- und Quartierkonzepte im demografischen Wandel vor. Diese Konzepte finden im privaten Wohnraum im gleichen Maße Anwendung wie in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern.
So stellte Caparol/forbo Raumkonzepte vor, die beispielsweise mit farbig abgesetzten Boden- und Wandflächen Demenzpatienten in den eigenen vier Wänden oder stationären Einrichtungen die Orientierung erleichtern. „Wir stellen auf der Zukunft Lebensräume aus, weil wir hier neue Kunden kennenlernen und unser erfolgreiches Farbkonzept mit dem Titel ‚Lebensräume‘ noch bekannter machen können. Die Fachmesse gibt uns außerdem einen Überblick zu neuesten Entwicklungen in diesem Zukunftsthema“, betonte Andreas Gradinger, Bereichsleiter Health Care bei der Firma Caparol.

Flexibilität für unterschiedliche Lebenssituationen bietet ein Badezimmerspiegel von sam. Er kann bis zu 10 Grad von der Wand geneigt werden und verfügt über eine dimmbare LED-Beleuchtung in drei Farbtemperaturen. Das Einrichtungsstück bietet damit einen deutlichen Mehrwert für Rollstuhlfahrer und Kinder.
Ebenso wegweisend – ein Pflegebett von wissner-bosserhoff, das über die gängige elektrische Verstellbarkeit hinaus eine laterale Schwenkung ausführen kann und damit signifikant beim Drehen von Patienten unterstützt.

Aussteller wie etwa KALDEWEI zeigten jüngste Entwicklungen rund um die barrierefreie Badgestaltung. Bodenebene Duschen sind dabei genauso ein Thema wie in der Höhe angepasste Waschtische und hochbelastbare Materialien. „Die Zukunft Lebensräume bietet uns die Möglichkeit, innovative KALDEWEI-Badlösungen zu präsentieren und gleichzeitig interessante Dialoge mit Fachexperten zu führen.“

Ebenso standen sensorbasierte Assistenzsysteme, wie bei den Herstellern casenio oder Locate Solution, hoch im Kurs. Diese in das Raumkonzept integrierten Helfer geben – ohne aktives Betätigen eines Notrufknopfes – Warnungen aus, wenn beispielsweise der Herd über längere Zeit ungenutzt eingeschaltet ist oder eine Notsituation eintritt. „Auf der Zukunft Lebensräume hat sich ganz deutlich gezeigt, dass AAL-Technologien nur akzeptiert werden, wenn sie intuitiv zu bedienen sind“, sagt Tim Lange, Vorstand der casenio AG. „Da außerdem nicht jeder den gleichen Bedarf hat, werden sich unserer Meinung nach Produkte durchsetzen, die individuell angepasst und erweitert werden können.“ Sennheiser präsentierte drahtlose Kopfhörer, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit vermindertem Hörvermögen angepasst sind. Akustischen Anforderungen tragen außerdem die hall-absorbierenden Paneele und Deckenkonstruktionen von Ecophone Rechnung.

Um die Funktionsweise modernster Notfallsysteme sicherzustellen, braucht es vor allem eines – menschliche Akteure. Die Johanniter präsentierten sich auf der Zukunft Lebensräume als hochentwickelte Organisation, die aktiv wird, sobald beispielsweise ein Notfallknopf betätigt wird. "In allen unseren Projekten stehen wir für die Menschlichkeit, gemäß unserem Motto ‚Aus Liebe zum Menschen‘. Von Beginn an stellen wir daher die späteren Nutzer in den Mittelpunkt. Wir sehen uns als Mittler zwischen ihnen und den Entwicklern der jeweiligen Techniken", berichtet Alexander Jüptner, Dienststellenleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

Unter der Schirmherrschaft der Bundesbauministerin, Dr. Barbara Hendricks, haben die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) die „Aktion barrierefreies Bad“ initiiert. Daniela Heinemann, Referentin des VDS, stellte die Aktion auf der Zukunft Lebensräume vor. „Dem demografischen Wandel zu begegnen bedeutet, Produkt- und Planungslösungen für das Bad zu liefern, die nicht nur optisch ansprechend sind, sondern im höchsten Maße auf die sich rapide wandelnden Bedürfnisse einer wachsenden Verbrauchergruppe eingehen.“

Positive Wertung von Themen und Format
Zufrieden zeigten sich alle Beteiligten mit der Qualität der Veranstaltung, sowohl in Bezug auf deren Informationsdichte als auch hinsichtlich generierter Kontakte. Positiv sehen die Aussteller zudem die Konjunkturaussichten. Besucher freuten sich über die Produkt- und Dienstleistungsvielfalt wie über die offerierte Detailtiefe von Vorträgen und Podiumsdiskussionen.

Zukunft Lebensräume und AAL-Kongress wurden gemeinsam durch den Baudezernenten und Bürgermeister der Stadt Frankfurt, Olaf Cunitz, Wolfgang Marzin und Dr. Ing. Hans Heinz Zimmer eröffnet.
„Wir wollen vor allem mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Kooperationen zwischen IKT-Dienstleistern, Herstellern medizinischer Geräte und der Wohnungswirtschaft sind dabei wichtig. Letztlich brauchen wir für den Markterfolg auch das Vertrauen der Verbraucher in diese Technologien“, sagte Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmann, hatte sie die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen. „Als Schirmherr der Zukunft Lebensräume und des AAL-Kongresses freue ich mich über das interdisziplinäre Engagement von Wohnungs-, Gesundheits- und Pflegewirtschaft, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“, betonte das Stadtoberhaupt.

Besondere Unterstützung haben Zukunft Lebensräume und AAL-Kongress von starken Partnern erhalten. So äußerte sich Axel Gedaschko (GdW): „Wir brauchen dringend mehr Engagement für den altersgerechten Umbau von Wohnungen. Zusammen mit einem ausreichenden Dienstleistungs- und Infrastrukturangebot ist dies die Voraussetzung für ein selbstständiges und langes Leben in vertrauter Umgebung.“ Auch der Verleger Alexander Holzmann ist überzeugt vom Konzept der Veranstaltung: „Meine Redaktion der Zeitschrift Health & Care Management ist ständig bemüht, die aktuellen Themen für die Leser zu erkennen und aus dem Netzwerk der Branche zu filtern. Die Erkenntnisse stellen wir als Content-Partner der Zukunft Lebensräume als inhaltlichen Mehrwert zur Verfügung.“ Rückhalt und Förderung hat die Veranstaltung zudem durch Rolf Höfert, Geschäftsführer Deutscher Pflege Verband e. V. (DPV), Dr. Jürgen Gohde (KDA), sowie Brigitte Holz, Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, erfahren.

Ausblick: Unter dem Leitgedanken „Aktives Assistiertes Leben“ findet die nächste Zukunft Lebensräume am 20. und 21. April 2016 im Congress Center der Messe Frankfurt statt. Messe und Kongress erhalten ab der nächsten Veranstaltungssaison zudem ein gemeinsames Erscheinungsbild: zukunftlebensräume.

Weitere Informationen zur Zukunft Lebensräume:
www.zukunft-lebensräume.de
www.aal-kongress.de
zukunft-lebensräume.de/xing

*gemäß FKM-Regeln