Collage zu erneuerbaren Energien
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02.10.2019 Pressemitteilung 203 0

450 MHz Frequenznutzung für die Energiewirtschaft

Beirat der Bundesnetzagentur folgt der Forderung des VDE und befürwortet die 450 MHz Frequenznutzung für die Energiewirtschaft.  VDE/FNN hatte im Einklang mit anderen Branchenverbänden wiederholt die Nutzung der Frequenz für die Energiewirtschaft gefordert: Netzbetreiber müssen auch bei Stromausfällen und Krisen sicher weiter kommunizieren können. 

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Pressesprecherin

Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) hat die Nutzung der 450-MHz-Funktechnik für die kritische Infrastruktur der Energieversorgung im Februar 2019 in einem Positionspapier gefordert. Jetzt hat sich auch der Beirat der Bundesnetzagentur der Forderung des VDE einstimmig angeschlossen. "Das ist ein sehr schöner Erfolg für uns. Der Beschluss im Beirat ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entscheidung zur Zuweisung der Frequenz im BMVi. Der einstimmige Beschluss unterstreicht, dass die Bedeutung des 450 MHz Netzes von allen 16 Ländern fraktionsübergreifend erkannt wurde. Die 450 MHz Frequenz ist eine zentrale Voraussetzung für eine langfristig sichere Energieversorgung", sagt Ansgar Hinz, CEO der Technologieorganisation VDE.

VDE|FNN zeigt sichere Lösung

Die Energieversorgung ist die entscheidende kritische Infrastruktur. Ein Ausfall – auch für kurze Zeit – hätte gravierende Folgen für die gesamte Volkswirtschaft. Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit müssen Netze, Lasten, Speicher und Erzeuger zuverlässig beobachtbar und steuerbar sein. Das gilt insbesondere bei einem großflächigen Stromausfall, einem sogenannten Schwarzfall. VDE|FNN hatte in seinem Positionspapier nochmals unterstrichen, dass der durch die Bundesnetzagentur neu zu vergebende 450-MHz-Frequenzbereich die technisch und wirtschaftlich optimale und im Schwarzfall die einzige Lösung darstellt, um die kritische Infrastruktur Energieversorgung zu managen. Das 450-MHz-Funknetz kann unter anderem die Steuer- und Beobachtbarkeit der Netzbetreiber im Schwarzfall, die mobile Sprachkommunikation und die Anbindung und Netzintegration von dezentralen Erzeugungsanlagen, Speichern und Lasten sicherstellen.

In einer Pressemitteilung zur einstimmigen Entscheidung des Beirats der Bundesnetzagentur heißt es: „Der Beirat hält es für zwingend erforderlich, dass der Bereich der Energieversorgung als wesentlichen Bestandteil der Daseinsvorsorge und damit auch als kritische Infrastruktur anerkannt wird. Er spricht sich mit Nachdruck dafür aus, dass der Energiewirtschaft auch nach 2020 die erprobte sichere Kommunikationslösung auf Basis der 450 MHz-Funktechnik weiterhin zur Verfügung steht.“

Die 450-MHz-Frequenzen sind noch bis Ende des Jahres vergeben. Die Bundesnetzagentur hat eine Neuvergabe eingeleitet. Die 450-MHz-Frequenzen sind langwellig und brauchen nur wenige Funkmasten. Sie haben darüber hinaus eine hohe Gebäudedurchdringung. Auch die Sicherheitsbehörden Polizei, Rettungskräfte und die Bundeswehr hatten Interesse an den Frequenzen angemeldet. Der Beirat der Bundesnetzagentur hat sich nun klar für eine künftige Nutzung der Frequenz durch die Energiewirtschaft ausgesprochen.

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