Tagung mit Referent und Zuhörern
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04.07.2013 Veranstaltungsinformation 44 0

40 Jahre Fachbereichstag "Elektrotechnik und Informationstechnik"

40 Jahre Wahrung der "guten Substanz in der wissenschaftlichen Ausbildung praxisnaher Ingenieure"

Zum 40-jährigen Bestehen des „Fachbereichstag Elektrotechnik und Informationstechnik“, FBTEI

Der VDE gab seinerzeit der Gründung des „Fachbereichstags Elektrotechnik“ am 10. Mai 1973 (Pressemitteilung 9/1973, Stadtarchiv Frankfurt) Starthilfe. Bei der Gründungsversammlung wies der damalige VDE-Vorsitzende, Dr. Ulrich Haier, darauf hin, dass der Fachbereichstag notwendig sei, weil bisher eine Plattform für den Dialog mit den Fachhochschulen gefehlt habe. Unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen und politischen Wandlungen solle der Fachbereichstag mithelfen, die gute Substanz in der wissenschaftlichen Ausbildung praxisnaher Ingenieure zu wahren – was bis heute eine permanente Herausforderung darstellt. Davon zeugt die erfolgreiche Eingliederung der Hochschulen aus den neuen Bundesländern nach der deutschen Wiedervereinigung ebenso wie die Umbenennung der Fachbereiche von „Elektrotechnik“ in „Elektrotechnik und Informationstechnik“ und der Bolognaprozess, der die Fachhochschulen gestärkt und eine bis heute anhaltende Phase der Profilierung eingeläutet hat.

Heute liegen bedeutende Zukunftsthemen in den Bereichen Energie, Mobilität, Kommunikation, Gesundheit, Automation und Sicherheit: Themen wie Energiewende, Smart Grids und Smart Cities, E-Mobility und Connected Car, E-Health, Telemedizin und Ambient Assisted Living, Smart Home und Industrie 4.0, aber auch Dauerthemen wie die Basistechnologien der Informations- und Kommunikationstechnik von der Mikroelektronik bis zur Optoelektronik. Die wachsende Bedeutung der Elektro- und Informationstechnik und damit auch der Fachhochschulen als starke Säule der praxisorientierten Ausbildung bringt aus VDE-Sicht auch in Zukunft große Herausforderungen und Chancen mit sich. Die durch den Bologna-Prozess gegebenen Freiheitsgrade ermöglichen die weitere Profilierung der Hochschulen. Auf den aktuellen Studentenberg folgt ein Rückgang der Studentenzahlen, was verstärkte Anstrengungen in der Nachwuchsgewinnung erforderlich macht. Darüber hinaus gilt es Wege zu finden, mit der Heterogenität der Eingangskompetenzen von Studienanfängern richtig umzugehen. Nachwuchsgewinnung ist des Weiteren auch bei neuen Lehrenden geboten, die genügend Erfahrung aus der Industrie mitbringen. Die Aufgabe des Fachbereichstags, die gute Substanz in der wissenschaftlichen Ausbildung praxisnaher Ingenieure zu wahren, ist so aktuell wie am Gründungstag des FBTEI.

Auf der Festveranstaltung am 20. Juni an der Fachhochschule Frankfurt wies VDE-Vorstandsmitglied Professor Helmut Klausing

40 Jahre FBTEI Jubiläum Klausing

VDE-Vorstandsmitglied Professor Helmut Klausing

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auf die stets engen Beziehungen zwischen FBTEI und VDE hin. Eine große Zahl von Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen ist auf der VDE-Plattform der Elektrotechnik und Informationstechnik ehrenamtlich tätig. Die traditionsreiche Veranstaltung „VDE-Symposium Fachhochschule und Praxis“, früher als „VDE-Dozententreffen“ bekannt, die bereits vor der Gründung des FBTEI und zwar seit 1957 existiert, wird von einer VDE-Arbeitsgruppe initiiert. Der Dialog der Vertreter von Fachhochschulen, Universitäten und der Industrie wird im VDE-Ausschuss „Ingenieurausbildung“ gepflegt. Der Ausschuss ist sogar älter als der FBTEI und existiert in der heute bestehenden Form seit dem Beschluss, VDE-Gremien für Fachhochschulen und Universitäten jeweils zusammenzuführen. Der Ausschuss wird durch drei Vertreter der Fachhochschulen (wie auch der Universitäten) verstärkt, die vom FBTEI jeweils vorgeschlagen werden. Der FBTEI-Vorsitzende, Professor Harald Jacques, ist außerdem ex-officio Mitglied im VDE-Ausschuss.

40 Jahre FBTEI Jubiläum Jacques

FBTEI-Vorsitzender Professor Harald Jacques

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Jacques führte bei der Festveranstaltung des FBTEI durch das Programm, bei dem zahlreiche ehemalige Vorsitzende, darunter auch das Gründungsmitglied, Professor Günter Graubner, zu Wort kamen.

Wissenswertes