Ingenieure arbeiten an einem 3D-Drucker
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09.07.2015 16 0

VDE hält die Ingenieurfahne bei aktueller Fachkräftediskussion hoch

Beim diesjährigen 3. Nationalen MINT-Gipfel am 25. Juni 2015 war die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt der „T“-Ausbildungsberufe das bestimmende Thema.

Unter den Teilnehmern des Gipfels waren Bundesministerin Johanna Wanka, Staatssekretärin Zypries und weitere Prominenz aus Politik, Hochschule und Wirtschaft. Dass die langfristige Sicherung des Ingenieurnachwuchses in Deutschland bei dieser Veranstaltung nicht zu kurz kommt, dafür sorgte Dr. Michael Schanz vom VDE, der den Gipfelteilnehmern die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Attraktivität der Ingenieurberufe“ nach rund zweijähriger Arbeit präsentierte. Damit hat der VDE die Hand auf einem wichtigen Thema: „Wie schaffen wir es, dass insbesondere junge Menschen ein Ahnungswissen von Ingenieurberufsbildern bekommen?“ Hierzu bedurfte es zunächst einer eingehenden Analyse über alle Arten von Ingenieurimages, um zu konstatieren: „Ingenieurinnen und Ingenieure genießen zwar große Achtung, aber kaum jemand weiß, was diese Berufsgruppe im Job eigentlich tut. Ingenieurberufsbilder sind attraktiv, nur wissen es die Wenigsten“. Das ist natürlich für junge Menschen hinsichtlich der Wahl eines Studiums oder auch für die Ingenieurstudierenden aus motivationalen Gründen problematisch. Die Arbeitsgruppe untersuchte daraufhin, wie Ingenieurimages zu Stande kommen und welche die wichtigsten Einflussfaktoren sind. Als Ergebnis der Arbeit wurde ein Werkzeugkasten präsentiert, wie man Ingenieurberufsbilder am besten kommunizieren kann. Für die inhaltliche Ebene wurde ein Leitbild entwickelt und die Vielfalt der Berufsbilder skizziert. Eine Fülle an Empfehlungen und Hinweisen wurde aufgestellt, auf welche Weise und in welchem Rahmen die Ingenieurberufsbilder geeignet vermittelt werden. Bei der Betrachtung spielen sog. Fiktionale Medienformate – sprich Fernsehserien und Filme – eine bedeutende Rolle.

Die Arbeitsgruppe wurde nicht nur durch den VDE angeführt, sondern durch einige Mitglieder des VDE-Ausschusses „Beruf, Gesellschaft und Technik“ bzw. seit dem 14. Juli 2015 des neuen Ausschusses „Studium, Beruf und Gesellschaft“ verstärkt.
Übrigens: auf dem Nationalen MINT-Gipfel wurde die Wahl einer neue Sprecherin des Nationalen MINT-Forums verkündet, namentlich Dr. Natalie von Siemens, deren Name durch Ihren berühmten Vorfahren, Werner von Siemens, unverrückbar mit der Gründung des VDE verbunden ist. Erster Sprecher bleibt Thomas Sattelberger (ehem. Telekom Personalvorstand). Die Leiter der Arbeitsgruppen werden künftig zusammen mit den Sprechern Teams für die direkte Politikberatung bilden.

Bericht: VDE hält die Ingenieurfahne bei aktueller Fachkräftediskussion hoch.pdf


Das vollständige Papier zum Download unter
http://www.nationalesmintforum.de/fileadmin/user_upload/gerke/NMF/Empfehlungen_zur_Kommunikation_ueber_die_Attraktivitaet_der_Ingenieurberufe.pdf

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