Maschinenüberwachung
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19.06.2017 Seite 228 0

Bedeutung und Chancen für die wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung in der Digitalisierung am Beispiel Industrie 4.0

Bisherige Entwicklungen waren immer von Produktivitätsfortschritt geprägt. In der vierten industriellen Revolution ist nicht mehr die Massenproduktion das primäre Ziel, sondern Produkte in der Fertigung zu individualisieren  - jedoch zu Massenproduktionskosten.
Die höhere Komplexität in der Produktion verlangt von Mitarbeitenden eine höhere soziale Kompetenz.

Industrie 4.0 führt zu erheblichen Veränderungen in den Berufsbildern von Ingenieuren und Technikern, standardisierte Aufgaben werden immer mehr von Software übernommen (automatisiert). Es werden neue Aufgaben entstehen, die ein hohes Maß an Systemverständnis, soziale Kompetenz und Kreativität verlangen.

Entscheidende Aufgabe der Qualifizierung ist der Aufbau eines systemischen und bereichsübergreifenden Verständnisses bzw. Methoden und Kompetenzen, um sich Wissen „on the job“ anzueignen.

Kontakt

Vorsitzender

Weiterbildung im Prozess der Arbeit

  • wir haben eine hohe Dynamik in Entwicklungsprozessen und Technologietrends
  • Weiterbildung wird immer individueller; arbeitsintegriertes Lernen anhand aktueller realer Arbeitsinhalte
  • Ziel ist die Problemerkennungs- und Problemlösungskompetenz zu entwickeln/fördern

Studium und wissenschaftliche Weiterbildung an Hochschulen

  • Bachelor-Studium sollte aus Sicht des Ausschusses den Studierenden der Ingenieurwissenschaften zunächst ein möglichst fundiertes Basiswissen vermitteln.
  • Bereits im Studium fächer- und prozessübergreifendes Systemverständnis entwickeln
  • Spezialisierung sollte im Rahmen von Masterangeboten oder Promotion erfolgen oder im Rahmen der betrieblichen und wissenschaftlichen Weiterbildung vertieft werden.
  • Etablierung der wissenschaftlichen Weiterbildung als Hochschulaufgabe; Chance der HS den Prozess des lebenslangen Lernens noch mehr zu unterstützen.
  • engere Verzahnung von Industrie und Hochschulen auf allen Ebenen der Arbeitswelt, um aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden zu transportieren.

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