Studentin im Chemielabor
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18.07.2014 Seite 70 0

State-of-the-Art Technologien und die Grenze des Machbaren

Daniel Steinhuber

Daniel Steinhuber

| Rohde & Schwarz

In seinem Team bei dem Familienunternehmen Rohde & Schwarz entwickelt Daniel Steinhuber proprietäre Mikrochips, die es in ihrer Art und Funktion nicht auf dem Markt zu kaufen gibt. Kunde ist der Elektronikkonzern selbst, denn die Chips kommen ausschließlich in den eigenen Geräten zum Einsatz. „Meine Aufgabe ist es, die Prototypen dieser Chips im Detail zu vermessen und die Eigenschaften zu bestimmen. So schaue ich beispielsweise, ob die Eigenschaften von den Simulationswerten abweichen, die geforderten Parameter eingehalten werden, schreibe Messprogramme oder kümmere mich um die Messaufbauten. Dafür und für den Bau von Platinen nehme ich auch mal einen Lötkolben in die Hand. Diese vielseitigen Aufgaben sowie die Mischung aus Theorie und Praxis sind es, die mir an meinem Job gefallen“, sagt Steinhuber. „Es fasziniert mich besonders, dass ich täglich mit State-of-the-Art-Technologie zu tun habe. Auch, dass wir in unserer Abteilung ständig die Grenze des Machbaren ausloten und mit unseren Bausteinen neue Standards setzen.“

Wenn man Daniel Steinhuber nach seinem Einstieg fragt, zögert er nicht lange: „Ich habe mich gleich am ersten Tag richtig wohl gefühlt. Bereits nach der Teamvorstellung wurde ich bestehenden Projekten zugeteilt und mit den ersten Aufgaben betraut. Dabei musste ich nicht gleich ins kalte Wasser springen. Hier hat man immer einen direkten Ansprechpartner zur Hand, der bei fachlichen Fragen zur Verfügung steht.“ Die Abteilung pflegt ein offenes und teamorientiertes Arbeitsklima. Einzelkämpfer sind nicht gefragt. „Als junger Mitarbeiter bekommt man schnell mehr Aufgaben übertragen und erhält damit immer größere Verantwortung. Dieses gelebte Vertrauen finde ich sehr motivierend.“ Für einen reibungslosen Start ins Unternehmen bietet das Familienunternehmen für Einsteiger zusätzlich Informationsfahrten an die Fertigungsstandorte in Memmingen und Teisnach. Hier erfahren sie, wie die Geräte gefertigt werden und bekommen ein Gefühl dafür, auf was sie bei der Entwicklung achten müssen. Natürlich lernen sie auf diesem Wege auch schneller ihre Kollegen an den anderen Standorten kennen. Es ist darüber hinaus auch faszinierend, die eigenen Mikrochips in der Fertigung der Geräte zu sehen.

Was Berufseinsteiger für diese Aufgaben mitbringen sollten? „Sehr gute Programmierkenntnisse in MATLAB und C“, sagt der Charakterisierungsingenieur. „Aber neben fundierten Kenntnissen in der Schaltungs- und Messtechnik sollte man auch kommunikativ sein und über Durchhaltevermögen sowie Eigeninitiative verfügen, da man sich immer wieder mit komplexen Projekten und Themengebieten beschäftigt und sich in diese einarbeiten muss. Darüber hinaus ist in unserem Job eine wirtschaftliche Denkweise, also ein Blick für Kosten und Zeitplan wichtig.“

Verfasser: Daniel Steinhuber

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