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VDE Tec Summit 2020: Kongressauftakt

Beim Kongress-Opening „Rising Future" eröffneten VDE-CEO Ansgar Hinz und VDE-Präsident Gunther Kegel den VDE Tec Summit 2020. Gemeinsam mit Highlight-Speaker warfen Sie einen Blick in die digitale Zukunft.

| Hannibal / VDE
26.02.2020 1967 0

Rising Future: Auftakt des VDE Tec Summit 2020

Unter dem Motto „Rising Future" eröffneten VDE-CEO Ansgar Hinz und VDE-Präsident Dr.-Ing. Gunther Kegel den VDE Tec Summit 2020. In den anschließenden fünf Keynotes warfen Highlight-Speaker einen Blick in die Zukunft in den Anwendungsfeldern Industry, Energy und Mobility. Die Zukunft ist da. Sie auch.

Ansgar Hinz, CEO, VDE, Dr.-Ing. Gunther Kegel, Präsident VDE und Vorstandsvorsitzender/CEO Pepperl+Fuchs AG

Ansgar Hinz, CEO, VDE, Dr.-Ing. Gunther Kegel, VDE-Päsident und Vorstandsvorsitzender/CEO, Pepperl+Fuchs AG

| Hannibal / VDE

Wir leben in dynamischen Zeiten: Digitalisierung, Globalisierung, Klimawandel – das sind die großen aktuellen Herausforderungen, auf die auch die Politik nur bedingt Antworten geben kann, so VDE-Präsident Kegel.

Orientierung zu diesen Themen und Antworten auf die damit verbundenen technologischen Herausforderungen liefert der VDE: „Gemeinsam finden wir in einem Netzwerk von 100.000 Experten Antworten auf die Fragen von morgen", ergänzt VDE-CEO Hinz, „und der VDE Tec Summit ist dabei ein Format mit dem wir gemeinsam aus der Mitte der Gesellschaft die digitale Zukunft gestalten."

Software im Auto der Zukunft

Dr.-Ing. Klaus Büttner, Executive Vice President, Car.Software Organization, Volkswagen Group

Dr.-Ing. Klaus Büttner, Executive Vice President, Car.Software Organization, Volkswagen Group

| Hannibal / VDE

Die Softwareentwicklung treibt die Entwicklung des Autos der Zukunft: „Das Auto wird künftig softwaregetrieben sein. OEM lernen dabei von Plattformanbietern wie Apple", betonte Dr.-Ing. Klaus Büttner, Executive Vice President, Car.Software Organization, Volkswagen Group in seiner Keynote. Volkswagen setze dabei auf eine Kombination aus Software Framework und Automotive Cloud.

„Unsere Cloud dient nicht nur reinen Bug-Fixes, sondern soll auch überraschende Kundenerlebnisse ermöglichen." Deshalb sind in der Volkswagen Group im Bereich Software mittlerweile 60 Prozent Eigenentwicklungen – wofür konzernweit Top-Software-Entwickler zusammengezogen werden. Neben der Eigenentwicklung konzentriert sich Volkswagen auf die Zusammenarbeit mit Partnern, um gemeinsam digitale Ökosysteme aufzubauen. 

Die Zukunft der Transportindustrie

Dr.-Ing. Frederik Zohm, Vorstand Forschung und Entwicklung, MAN Truck & Bus SE

Dr.-Ing. Frederik Zohm, Vorstand Forschung und Entwicklung, MAN Truck & Bus SE

| Hannibal / VDE

Das Thema Automatisierung sei für die Transportindustrie ein ganz zentrales: Wegen des hohen Einsparpotenzials lohne sie sich dort besonders, so Dr.-Ing. Frederik Zohm, Vorstand Forschung und Entwicklung, MAN Truck. „Das Fortbewegungsmittel der Zukunft ist ein IPhone auf Rädern". Eine große Herausforderung sieht Zohm darin, Mitarbeiter mitzunehmen,  weiterzuqualifizieren und für neue Technologien zu begeistern: „Im Zuge der Automatisierung und Digitalisierung wird beispielsweise der Fahrer immer mehr zum System-Operator."

Beim Thema Software setzt MAN ebenfalls auf eigenprogrammierte Software: Beim gerade neu gelaunchten E-Truck stammen 70% der Software von MAN-Programmierern. Warum? „Nur so haben wir volle Kontrolle", gibt Zohm zu bedenken.

Zum Vorab-Interview mit Dr. Zohm

Industrie 4.0 – Basis für nachhaltige Entwicklung

Dipl.-Ing. Roland Bent, Chief Technology Officer, PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG

Dipl.-Ing. Roland Bent, Chief Technology Officer, PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG

| Hannibal / VDE

Dipl.-Ing. Roland Bent, Chief Technology Officer, PHOENIX CONTACT, legte in seiner Keynote den Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit im Kontext von Industrie 4.0. „Ich lade Sie zu einem Perspektivwechsel und zu einem anderen Blick auf die Digitalisierung ein", so Bent, „Nachhaltigkeit im Umfeld von Industrie 4.0 passiert durch Technologie, Digitalisierung und neue Möglichkeiten – nicht über Verzicht!"

So ermöglichen Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) ein gemeinsames Interagieren über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg, ohne dass Mitarbeiter um die halbe Welt fliegen müssten. Simulationen wie sie mit dem Digitalen Zwilling möglich werden, vermeiden Schrott und schonen Ressourcen. Und über eine digitalisierte Wertschöpfungskette und digitale Unternehmensprozesse ließe sich auch Energie sparen beziehungsweise der Energieeinsatz optimieren, so Bent: „Industrie 4.0 leistet einen Schlüsselbeitrag für die Sektorenkopplung – bis hin zu einem integrierten Energiesystem und der Vision der 'All electric Society'." 

Why is it easier to operate a plant than a car?

Dr. Dr. h. c. Attila Bilgic, Sprecher des Vorstandes KROHNE, Vorsitzender des VDI/VDE-GMA-Vorstandes

Dr. Dr. h. c. Attila Bilgic, Sprecher des Vorstandes KROHNE, Vorsitzender des VDI/VDE-GMA-Vorstandes

| Hannibal / VDE

Dieser Frage ging Dr. Dr. h. c. Attila Bilgic, Sprecher des Vorstandes KROHNE, Vorsitzender des VDI/VDE-GMA-Vorstandes, in seiner Keynote nach. Das Ausgangsszenario beschreibt Bilgic folgendermaßen: Die Steuerung von Systemen und die Prädiktion des Systemverhaltens benötigt Daten. In einer Fabrik müssen eine Vielzahl vernetzter Sensoren diese Daten liefern – meist funkbasiert und mit lokaler Energieversorgung. 

Aus technischer Sicht ähneln sich viele Systeme in den Herausforderungen an Monitoring und Steuerung, die technisch zu lösen sind. Das verdeutliche der Vergleich eines modernen Automobils mit seinen Steuereinheiten, Bussystemen, Sensoren und Aktoren mit einer Fabrik, so Bilgic. Branchen und Anwendungen können voneinander lernen und sich ergänzen. So kann der Wirtschaftsstandort Europa weiter gestärkt werden. Systemunterschiede liegen oft nur im Detail, hier: Automobile bewegen sich.

Optimieren, Verstärken, Ausbauen: Höchstspannungsnetz goes Future

Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung, 50Hertz Transmission

Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung, 50Hertz Transmission

| Hannibal / VDE

Das Stichwort der „All electric Society" griff auch Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung, 50Hertz Transmission, in seiner Keynote auf: „Unser Stromverbrauch wird sich in den nächsten Jahren erheblich vervielfachen." Alleine mit regenerativen Energien und dezentral ließe sich das nicht bewältigen. Es brauche einen europäischen Binnenmarkt für Energie: „Wir brauchen Europa, nicht Bullerbü", so Kapferer.

Die Integration der Erneuerbaren stelle die Übertragungsnetzbetreiber vor große Herausforderungen: „Wir wollen das Land nicht mit neuen Stromtrassen zupflastern. Die Priorität lautet nach wie vor: Netzoptimierung vor Verstärkung, vor Ausbau." Am Netzausbau führe aber kein Weg vorbei, um die Netzstabilität und damit die Versorgungssicherheit bei immer höherer Einspeisung von erneuerbaren Energien aufrechtzuerhalten. „Wir können den Kohleausstieg und den Kernenergieausstieg bewältigen", so Kapferer, dazu bedarf es aber neuer Technologien und Innovationen. 

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